100 Jahre Fußball im TSV Münnerstadt

Thomas Kirchner, Kreisvorsitzender des Bayerischen Fußball Verbands, feierte eine Prämiere: Es war seine erste 100-Jahr-Feier. "Und dass das in Münnerstadt stattfindet freut mich besonders, denn der TSV hat mich immer beim Hallenfußball sehr unterstützt."
Um dem TSV-Urgestein Heinz Götschel die Teilnahme am Gala-Abend zu ermöglichen, wurde er von seinem Sohn Udo, dessen Frau Andrea Janicki und seiner Ehefrau Helma begleitet. "Der TSV", sagt Heinz Götschel, "ist immer in meinem Herzen".
Marcel und Antje Rink freuen sich auf das tolle Programm "und dass wir alte Freunde treffen können".
Albert "Abo" Arnold steht staunend vor der Bilderwand mit fast schon historischen Fotos: "Wahnsinn, was wir für Frisuren hatten."
Edgar Dömling war Teil der Meistermannschaft 1960/61 in der A-Klasse. Für den TSV trennte er sich von einem ganz besonderen Stück: "Diesen Fußball hat der Weltklasse-Torwart Oliver Kahn unterschrieben." Er spendete das gute Stück dem Verein.
Rainer Mößner, Heilpraktiker und Wunderheiler, bezeichnet sich selbst als "Knochen-Klempner". "Günter Scheuring schickt die Verletzten immer zu mir, ich behandle dann hauptsächlich Knie, Rücken, Sehnen und Muskeln der Kicker." Er habe sich sehr über die Einladung gefreut, dass man auch "mich als Helfer" wahrnimmt. Und er lobt den Vorstand, denn der übernehme manchmal einen Teil der Behandlungskosten.
Petra Will kam mit ihrem Mann Holger Jordan. Die 56-Jährige ist die Tochter des verstorbenen Ehrenvorsitzenden Peter Will: "Der Münnerstädter Fußballplatz begleitet mich quasi seit meiner Zeugung." Sie ist seit Jahrzehnten Übungsleiterin der Herzsportgruppe. Beide freuten sich über die vielen Anekdoten und das "sehr gute Buffet" der Metzgerei Glasauer.
Simon Snaschel war bis zum Sommer 2025 zwei Jahre lang Spielertrainer. Der Tormacher: "Es ist schön, dass sich die Abteilung immer neu erfindet." Natürlich freut er sich auch darüber, dass die Kicker seit 2011 durchgängig in der Bezirksliga sind. "Und das mit einer eigenen Jugend und ohne Kohle".
Christian Wück, Trainer der Nationalfußballmannschaft der Frauen, war der Stargast des Abends. Er war der Promi zum Anfassen, bodenständig, witzig, nahbar. "Ich führe jetzt ein vollkommen anderes Leben", sagt der 52-Jährige. "Als ich noch DFB-Jugendtrainer war, war ich quasi unsichtbar." Das hat sich tatsächlich geändert - jeder und jede wollte ein Foto mit ihm machen, was Wück sehr gerne erfüllte.
Kabarettist Freddi Breunig: "100 Jahre - das ist eine tolle Sache und eine Riesenleistung für einen Verein." Später brachte Breunig die mehr als 250 Gäste zum Lachen.
Michael Moritz ist Kreisjugendleiter und Schiedsrichter -und Mürschter. "Das ist definitiv ein besonderer Tag - und dass ich den bei meinem Heimatverein feiern kann, ist einfach toll."

Bürgermeister Michael Kastl hat früher auch auf Bolzplätzen gekickt. "Unser TSV ist das absolute Aushängeschild, ein Magnet mit rund 1400 Mitgliedern - er ist wichtig für unser soziales Leben in Münnerstadt."
Andreas Trägner (rechts), zweiter Bürgermeister, hatte mit seiner Frau Katharina und Stadtrat Leo Pfennig viel Vergnügen an diesem Abend. Trägner ist gebürtiger Reichenbacher: "Es ist sehr lange her, dass ich Fußball gespielt habe. Aber sehr gut erinnere ich mich an die heißen Derbys zwischen Reichenbach und Münnerstadt." Die dritte Halbzeit sei da immer die schönste gewesen. Leo Pfennig hingegen hat selten Fußball gespielt, "mein Bruder Raimund hatte das Talent". Abseitssicher sei er trotzdem, so Leo Pfennig.
Brigitte Meyerdierks kam als Vertretung von Landrat Thomas Bold. Was viele Ahhs und Ohhs hervorrief: dass sie früher selbst aktive Fußballerin in den 1970er Jahren gewesen ist. Leider war ihre Karriere nach einem Fußballunfall vorbei. Ihre Position damals: "Früher nannte man das Mittelfeld, halb rechts."
Gerhard Wüst war 25 Jahre lang Trainer beimTSV, auch, als der damals Meister gegen Aschach wurde. Wüst steckt voller Anekdoten. 1983 donnerte ein Stürmer den Ball gegen die Latte - ein Zuschauer erlitt einen Herzinfarkt.