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Quelle: infranken.de

Nach der Mehrzweckhalle richtet sich der Blick auf die Tribüne, die Außenanlagen und vor allem auch auf die Tartanbahn. Die Verwaltung hat jetzt freie Hand.

Im Idealfall wird im September 2021 nicht nur die generalsanierte Mehrzweckhalle eingeweiht, sondern auch eine neu gestaltete Tribüne, schönere Außenanlagen und - im absoluten Idealfall auch eine neue Tartanbahn. Die Mitglieder der Bau- und Umweltausschusses haben in ihrer Sitzung am Montag die Verwaltung beauftragt, entsprechende Möglichkeiten auszuloten. Er wolle das ganz bewusst nicht von einem Architekturbüro planen lassen, sagte Bürgermeister Michael Kastl (CSU) dazu. "Das ist schließlich kein Hexenwerk", sagt er dazu.

Bei der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses eine Woche zuvor hatten sich die Stadträte die Halle angesehen, dabei war auch die Sprache auf das Umfeld gekommen. Denn momentan wird ausschließlich die Mehrzweckhalle generalsaniert. Zwar ist der Eingangsbereich zur Halle vom Sportfeld aus nachträglich mit aufgenommen worden, die eigentliche Tribüne ist aber von der Sanierung unberührt. Ebenso die Außenanlagen und vor allem auch die Tartanbahn, die inzwischen stellenweise starke Unebenheiten aufweist. Deren Sanierung hatte sich der TSV ursprünglich gewünscht. Jetzt wird die Halle generalsaniert, die Tartanbahn aber nicht.

"Es dauert noch gut ein Jahr, bis die Halle fertig gestellt ist", sagte der Bürgermeister bei der Sitzung. Das sei viel Zeit, um auch die anderen Dinge anzugehen. Ein Büro mit der Planung der Außenanlagen zu beauftragen hält er für wenig sinnvoll, weil das ja auch mit Kosten verbunden sei. "Neues Pflaster im Außenbereich zu verlegen, ist kein Hexenwerk", sagte er. Genauso sieht er es bei der Tartanbahn denn schließlich sei ja bekannt, was die Verlegung einer neuen Tartanbahn kostet. Ebenso müsse die Tribüne hergerichtet werden.

"Die Sanierung der Tartanbahn ist aus Sicherheitsgründen zwingend notwendig", sagte Günter Scheuring (Freie Wähler) dazu, einer der drei Vorsitzenden des TSV Münnerstadt. Die Weitsprunganlage sei zwar noch benutzbar, man sollte sich aber auch die ansehen, meinte er. Da zeigte sich Michael Kastl zuversichtlich. Zunächst sollte man der Verwaltung den Auftrag vergeben, in diesem Bereich tätig zu werden.

Für die Außenanlagen, die Tribüne und die Tartanbahn sind im neuen Entwurf für den Haushalt 2020 Planungskosten eingestellt worden, für die Sanierung selbst 450 000 Euro, allerdings ohne zeitliche Festlegung. "Das wird sicher ein Thema bei der Haushaltsklausur am Samstag sein", sagte Michael Kastl gegenüber unserer Zeitung. Da könne sich am Zeitrahmen auch noch etwas ändern. Er möchte, dass im nächsten Jahr ein saniertes Sportzentrum und nicht nur eine neue Mehrzweckhalle übergeben wird.

 

Zu den immer einmal wieder ins Gerde kommenden Eigentumsverhältnissen am Sportzentrum einschließlich der Gaststätte und der Wohnung hatte er schon bei der Besichtigung eine Woche zuvor klare Aussagen getroffen. "Es gehört alles der Stadt." Alles andere sei durch Vereinbarungen zwischen der Kommune und dem TSV geregelt. Er zeigte sich sehr zuversichtlich, dass diese Vereinbarungen auch in Zukunft gelten werden.