Ein Block mit Lücken: Die Münnerstadter (von links) Wolfgang Rügamer, Matthias Meder und Holger Wahler können den Karlstadter Bernd Weißenberger nicht stoppen. Foto: Anja Schmitt

Noch mal ein 3:2-Sieg für das Bezirksliga-Schlusslicht

TSV Münnerstadt – TSV Karlstadt 1:3 (25:19, 20:25, 14:25, 16:25)

Für die Münnerstadter ging es quasi um nichts mehr, als um einen versöhnlichen Abschluss in der Liga. Von daher verlor dieses sonst so heiße Derby an Brisanz. Zunächst gingen die Gastgeber die Sache locker an und konnten dank einer stabilen Annahme am Netz alle Angreifer einsetzen. Ab dem 19:18 führte Marc Baumgart sein Team mit Aufschlägen zum Etappensieg.

Dieses Niveau konnten die Hausherren aber nicht hinaus halten. Zusehends ließ die Konzentration nach. Ein Einbruch in der Annahme machte das Angriffsspiel durchschaubar. Die Angreifer fütterten immer mehr den Block der Karlstädter, als dass sie einen Ball auf den Boden brachten. Die Gäste gewannen dadurch an Selbstvertrauen und dezimierten ihre Fehlerquote. Nach einem noch ansehnlichen Satzverlust für Münnerstadt, legten die Gäste so richtig los. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Teams lag nach wie vor im Block, der meilenweit voneinander entfernt war. Karlstadt zog nun konsequent durch, immer den Relegationsplatz im Visier.

TSV Münnerstadt – TSV Eibelstadt II 3:2 (21:25, 25:22, 25:23, 15:25, 15:13)

Da diese Partie für das Abschneiden in der Liga nun belanglos war, gingen die Gastgeber nicht mit dem letzten Ehrgeiz in diese Partie. Doch trotz des Spaßfaktor, sah man am Ende des ersten Satzes, dass hier durchaus mehr drin war. Die Münnerstadter wechselten zur Stammformation und drehten noch mal richtig auf. Vor allem Angreifer Wolfgang Rügamer, der aus allen Lagen abfeuerte, schmetterte Eibelstadt quasi im Alleingang nieder. Nach dem 2:1 nach Sätzen gönnte sich Münnerstadt eine Auszeit und ließ sich dank schwacher Annahme mal richtig vom Feld blasen. Vielleicht wollten sie ja auch den Nervenkitzel Tie-Break noch mitnehmen. Dieser war dann umso spannender. Rügamer schmetterte aus dem Rückraum: „Das war die halbe Miete“, so Spielertrainer Matthias Meder. Beim 13:12 lag Sandro Petzold die Vorentscheidung auf der Hand, als er aus freier Position am Netz fast ein Loch in die Wand schoss (13:13). Allerdings tat es sein gegenüber, Eibelstadts bester Angreifer, ihm gleich (14:13). Petzold machte schließlich mit leichter Verspätung den Sack zu.

Quelle: http://www.mainpost.de/