TSV holt seine ersten Saison-Punkte und verliert im zweiten Spiel erst im Tie-Break

VOLLEYBALL (zot) - Bezirksliga Männer

TSV Münnerstadt – TV Faulbach 3:2 (18:25, 25:18, 15:25, 25:20, 15:12)

Mit einer Erwartungshaltung von Null gingen die Münnerstadter in dieses Heimspiel. Schließlich ist der Kader auf das Minimalmaß geschrumpft, noch dazu hatte der Jüngste im Team mit „Doppelbildern“ zu kämpfen. Und dann war es auch noch der ungeschlagene Spitzenreiter, der zum sieglosen Schlusslicht nach Münnerstadt reiste – heim gefahren ist er völlig überraschend mit der ersten Niederlage.

 

Um die Personalsorgen ein bisschen zu glätten, wurde mit Michael Bangert ein Zuspieler aus der zweiten Mannschaft, die zeitgleich parallel spielte, rekrutiert. Dass es allerdings genau er war, der mit seinen über 50 Lenzen wieder Pepp ins Team brachte, damit hatte keiner gerechnet. Ab dem zweiten Satz kam er ins Feld, erlebte seinen dritten Frühling, zeigten den Jungs, wo es lang geht und der Ausgleich nach Sätzen war da. „Der hat mit glänzenden Augen gespielt“, so Spielertrainer Matthias Meder. Von nun an konnte Sandor Petzold, der konstant eine souveräne Leistung zeigte, gewinnbringend eingesetzt werden. Die Eigenfehler gingen zurück und mit gutem Block wurden die Faulbacher aus dem Spiel genommen. Einzige Ausnahme war der dritte Satz, der in die Hose ging.

Die Entscheidung fiel in Runde vier, als die Gäste in der entscheidenden Phase einknickten. Im Tie-Break lag Münnerstadt stets vorne (9:4). Allerdings kam auf den letzten Metern Faulbach bedrohlich ran (13:12). Der TSV eroberte im letzten Moment den Aufschlag zurück (14:13), danach sorgte Holger Wahler mit einem Angaben-Ass dafür, dass sich gleich eine Handvoll Mürschter auf ihn stürzen und einen Siegeshaufen bildeten. „Wenn man den ungeschlagenen Spitzenreiter schlägt“, so Meder, „dann macht das Hoffnung, dass man die Liga noch halten kann“.

TSV Münnerstadt – TV Trennfurt II 2:3 (11:25, 27:25, 11:25, 25:18, 13:15)

Mit dieser neu gewonnenen Hoffnung gingen die Münnerstadter ins zweite Match, wobei sie erst vor einer Woche gegen eben diese Mannschaft mit 0:3 das Nachsehen hatten. Der erste Katastrophensatz deutete auf eine Wiederholung hin; zumal der TSV in Runde zwei auch bereits mit 12:19 hinten lag. Nach einer kleinen Aufschlagserie von Meder war er aber wieder im Rennen. Diesmal sorgte Zuspieler Richard Fix (60) aus der zweiten Mannschaft für den Erfolg. Mit seiner taktischen Einwechslung ins Hinterfeld, bekamen die Angreifer nun wieder Schwung am Netz.

Abermals folgte ein Katastrophensatz, der gerade noch zweistellig für die Hausherren ausging. Dennoch warfen sie die Flinte nicht ins Korn und kämpften sich trotz eines 9:13-Rückstandes noch in den Tie-Break. Hier wurden sie von Pech und von unglücklichen Entscheidungen des zweiten Schiedsrichters verfolgt. Auf beiden Seiten gab es jeweils einen Verletzten, doch die Wertung fiel immer zu Gunsten der Trennfurter aus. Bis zum 9:8 lag Münnerstadt wieder vorne, doch dann nahm ein angeblicher Übertritt dem TSV den Wind aus den Segeln.

Quelle: http://www.mainpost.de/