Bei der Bahneröffnung in Schweinfurt setzen die Sportler aus dem Kreis Rhön/Saale reichlich Akzente.

 

Mit der traditionellen Bahneröffnung starteten die Leichtathleten in die Sommersaison. Auch einige Akteure aus dem Kreis Rhön/Saale präsentierten sich in Schweinfurt in exzellenter Frühform. Nick Przeliorz, der Süddeutsche Vizemeister der U-18 über 200 Meter in der Halle, startete über 100 Meter standesgemäß in die neue Saison, wurde über 100 Meter in tollen 11,2 Sekunden gestoppt und gewann den gut besetzten Wettbewerb vor dem Forchheimer Jan Novak. Weil die elektronische Zeitmessanlage während der gesamten Wettkampfdauer ausfiel, zählt die Zeit des schnellen Nüdlingers allerdings nicht als Qualifikationsleistung für die Deutschen Meisterschaften. Mit der Staffel der Startgemeinschaft TSV Münnerstadt-TG Würzburg kam Nick Przeliorz auf 45,0 Sekunden. Damit ist das Quartett ganz nah dran an der Deutschen U-18-Norm (44,80 Sekunden). 

In Wollbach wurde an diesem Samstag die Sportlerehrung des Landkreises Bad Kissingen für das Sportjahr 2014 ausgetragen. Voraussetzung, vom Landrat Thomas Bold geehrt zu werden, ist das Erreichen der Plätze 1-3 bei Bayerischen Meisterschaften, der Plätze 1-4 bei Süddeutschen Meisterschaften oder der Plätze 1-6 bei Deutschen Meisterschaften. Die Latte liegt also richtig hoch. Umso schöner, dass gleich sieben TSV-Leichtathleten/innen in Wollbach ausgezeichnet wurden. Herzlichen Glückwunsch! Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Tanja Köhler, die im vergangenen Jahr gleich zwei deutsche Meistertitel mit dem Speer erringen konnte.

Hier die herausragenden Erfolge unserer TSV-ler im Überblick:

  • Iris Heid, Tanja Köhler, Eva Wilm, Katja Hofmann (Bayerischer Meistertitel im Teamwettbewerb der W40/45)
  • Iris Heid: 3. Platz Dt. Meisterschaft im Hochsprung + Hochsprung Halle (W45)
  • Tanja Köhler: 2 Deutsche Meistertitel mit dem Speer (W40)
  • Eva Wilm: Bayerische Meisterin über 200 Meter (W40)
  • Katja Hofmann: 2. Platz Bayerische Meisterschaft über 400 Meter (W45)
  • Amy Przeliorz: Unterfränkische Meisterin im Blocklauf (W12), Unterfränkische Meisterin mit dem Speer (W12)
  • Deborah Adam: 2. Platz Bayerische Meisterschaft im Weitsprung (W15)
  • Egon Schellenberger: 2. Platz Bayerische Meisterschaft im Hochsprung (M65)

Mehr als 20 Mädels und Jungs waren wieder mit am Start, als es am vergangenen Montag hieß: Auf nach Erfurt ins Trainingslager!

Als Quartier hatte unser Trainer Bernd Neumann ein Jugendhostel unweit der Trainingsstätten klar machen können. Hier standen unseren TSV-lern schöne geräumige Zimmer und ein umfangreiches Frühstücksbuffet zur Verfügung. Besonders hervorzuheben ist die große Disziplin der Truppe, die in der LA-Halle acht Trainingseinheiten an vier Tagen mit toller Einstellung absolvierte - zur großen Freude unseres Coaches. Unterstützt wurde er auch diemal tatkräftig von unserer Übungsleiterin Iris Heid, die in erster Linie die Trainings der Schüler (Hürden, Hoch- und Weitsprung) übernahm und mittlerweile als unterstützende Kraft nicht mehr wegzudenken ist. Vielen Dank, Iris!

Die super Stimmung innerhalb der Truppe fand ihren Höhepunkt am Mittwochmorgen: Eine zusätzliche Einheit wurde kurzfristig angesetzt. Auf dem Programm stand ein Waldlauf um 6 Uhr in der Früh. Bernd Neumann wollte sich aus dieser Sache heraushalten und baute auf die Selbständigkeit unserer Sportler. Spontan erklärte sich Max Bauer zum Organisator des Laufes. Nun stand er frühs mit einer Teilnehmerliste am Eingang des Hostels in Erwartung seiner Laufkameraden. Er wartete und wartete und wartete...doch niemand kam. Haben die anderen etwa alle verschlafen? Nein: April, April!!! Armer Max, der Waldlauf-Freak!

Groß war die Freude auch wenige Stunden später, als sich Laura Rößler trotz großen Abistresses sowie Laura Hofmann in ihren Semesterferien zu der Truppe dazu gesellten. Mit dabei waren ebenfalls die beiden Jüngsten, Lina Rößler und Johanna Bauer. Auch die beiden konnten in der Halle bereits besondere Eindrücke aufsaugen, wenn z. B. Weltklasseathleten wie Sprinter Julian Reus gleichzeitig ihr Trainingsprogramm absolvierten.

Die Trainingsschwerpunkte wurden im Jugendbereich auf Sprint und Staffel gelegt, wo man in der kommenden Saison (Beginn am 25. April in SW) auch wieder einige Ambitionen haben wird. Die starken Trainingsleistungen weckten natürlich auch Begehrlichkeiten bei LA-Großvereinen wie LAC Erfurt oder LC Jena. Doch keine Angst: Bernd machte ihnen sofort klar, dass unseren Sportlern keine Freigabe erteilt wird.

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an die Eltern, die sich als Fahrer zur Verfügung stellten und ohne deren Hilfe eine solche Veranstaltung nicht möglich wäre!

 

Am Samstag machten sich unsere Leichtathleten zum wiederholten Male auf nach Oberhof, um sich gezielt auf die kommende Saison vorzubereiten. Dank der Tätigkeit unseres Trainers Bernd Neumann am Grenzadler stehen uns als TSV die herausragenden Sportstätten des Olympiastützpunktes zur freien Verfügung.

Empfangen vom Thüringer Bob-Landestrainer Frank Jacob ging es für die motivierte Truppe nach kurzem Aufwärmen in den Schießkanal. Doch hier wurde nicht etwa scharf geschossen. Gleichzeitig befindet sich nämlich dort eine 50-Meter-Bahn, die alle zehn Laufmeter mit einer Lichtschranke ausgestattet ist. Nach fünf intensiven Läufen unserer Sportler ist es unserem Trainer somit möglich, exakt auf die Stärken und Schwächen innerhalb der einzelnen Teilbereiche einzugehen und das Training danach auszurichten.

Gestärkt von einer Bratwurst beim "Hans Wurst", stand ab 13 Uhr Training im Kraftraum auf dem Programm. Doch hier standen wir "dank" der Biathleten leider vor verschlossenen Türen. Kein Problem: Plan B war angesagt. In der modernen Dreifachturnhalle war genug Platz, um Sprünge gepaart mit Schnellkraft durchzuführen. Als Belohnung nach dem harten Training wurde der abwechslungsreiche Tag im sog. Imitationsraum abgeschlossen. Hier konnten sich die zehn Jungs und Mädels an ihren Skisprungkünsten versuchen oder sich auf dem Trampolin austoben. Erschöpt, aber dennoch bestens gelaunt, ging es um 15.30 Uhr nach einem effektiven Trainingstag wieder in Richtung Heimat.

Zu Beginn der Osterferien steht für unsere Sportler dann das Trainingslager in Erfurt an, um optimal vorbereitet in die nächste Saison zu starten.

 

Spannender hätte der Wettbewerb im Speerwurf der W40 kaum sein können. Bei ungünstigen Rückenwindbedingungen im Erfurter Stadion lag Tanja bis zum letzten Durchgang mit 36,42 Meter in Führung - mit dieser Weite war Tanja, die - wie sie selbst zugab "recht angespannt und aufgeregt" in den Wettkampf ging, alles andere als zufrieden. Im sechsten und letzten Versuch war es dann ihre Konkurrentin Birgit Keller, die Tanja mit einem Wurf auf 36,55 Meter um lediglich 13 Zentimeter übertraf. Doch unsere TSV-Athletin hatte noch die Möglichkeit nachzulegen - und dies gelang bestens: Tanja zeigte Nervenstärke und wuchtete den Speer trotz leichten Rückenwindes auf 37,95 Meter. Somit stand fest: Gold für Tanja! Herzlichen Glückwunsch!

Nachdem sie gerade noch mit Tanja mitgefiebert hatte, ging es kurz später für Iris Heid in die Halle, um im Hochsprung der W45 anzutreten. Aufgrund des Trainingsrückstandes hatte unser Trainer Bernd Neumann bereits vor dem Wettkampf kein besonders gutes Gefühl. Nach einem souveränen Sprung über die Einstiegshöhe von 1,40 Meter übersprang Iris im zweiten Versuch 1,46 Meter. Für mehr sollte es heute nicht reichen. Denkbar knapp scheiterte sie dreimal an 1,49 Meter. Dies reichte in einem stark besetzten Feld für einen guten fünften Platz.

Ebenfalls im Hochsprung - nicht etwa mit dem Speer - am Start war Tanja Köhlers Vater Egon Schellenberger. Für ihn reichte es in der Klasse M65 mit einer Höhe von 1,38 Meter zu einem vierten Platz.


 

Nick Przeliorz (TSV Münnerstadt) holt Gold und Bronze bei Bayerischer Meisterschaft

 

 

 

Unzufrieden trotz Hausrekord

Nicht gerade glücklich wirkte Nick Przeliorz nach dem Finale über 60 Meter. Obwohl er soeben seinen erst im Vorlauf aufgestellten Hausrekord im Sprintfinale der U-18 auf erstklassige 7,18 Sekunden verbessert hatte. Auch der Bronzeplatz über die kurze Sprintstrecke machte ihn nicht glücklicher. „Ich habe den Start vermasselt“, sagte er seinem Trainer Bernd Neumann, der dies mit einem Kopfnicken quittierte. „Nick knickte bei den ersten drei Schritten ein und konnte daher nicht optimal beschleunigen“, wurde der Mürschter Trainer konkreter.