Nicht erst seit gestern sind die Münnerstädter Leichtathleten ein gern gesehener Gast im Olympiazentrum von Erfurt. Dank der guten Verbindung von Trainer Bernd Neumann nach Erfurt ist es unseren Athleten bereits seit mehreren Jahren möglich, die überragenden Trainingsstätten in der Thüringischen Landeshauptstadt zur Vorbereitung zu nutzen und dabei sogar ein wenig Profi-Luft zu schnuppern.

Am Montag, den 02.11.2015, machten sich in aller Frühe neun Mädels und sieben Jungs mit Trainer Bernd Neumann auf in Richtung Erfurt. Der Fokus wurde dort auf eine sehr intensive Vorbereitung auf die anstehende Hallensaison gelegt.

Zwischen den harten Einheiten in der Halle wurde die Truppe im Sportinternat per Vollpension bestens verköstigt. Das hat sich das Team aber auch redlich verdient. Mit einer solch disziplinierten und engagierten Truppe habe Bernd Neumann schon lange nicht mehr zusammenarbeiten dürfen, was auch Eindruck bei den Gastgebern hinterließ.

Nicht nur bei denen: Denn in der Halle trainierten die TSVler Seite an Seite mit deutschen Spitzenathleten - allen voran mit Deutschlands schnellstem Sprinter Julian Reus, der für so manchen Smalltalk gerne bereit stand.

Am Donnerstagnachmittag ging es für die Sportler nach vier Tagen geprägt von hoher Intensität, bei der auch Teamgeist und Spaß nicht zu kurz kamen, mit schweren Beinen wieder in Richtung Heimat. Die von Bernd Neumann verkündete fünftägige Trainingspause haben sich die Mädels und Jungs wahrlich verdient.

Aufgrund der Eindrücke vom Training blickt der Coach mit großem Optimismus auf die Hallensaison. Noch im November stehen die ersten Wettkämpfe an, die bereits richtungsweisend sein werden für die großen Meisterschaften.

Am Samstag, den 24.10.2015, war es wieder so weit. Viele unserer Leichtathleten sowie einige Turnerinnen starteten früh morgens in Richtung Grenzadler. Zur Verfügung stand uns hierfür auch wieder der Bürgerbus der Stadt Münnerstadt.

Angesagt war wieder ein intensives Programm im perfekt ausgestatteten Trainingszentrum. Die Einheiten von Trainer Bernd Neumann waren bereits in der gesamten Woche von hoher Intensität geprägt.

Frühs ging es in den Laufkanal, wo für fast 15 Mädels und Jungs jeweils fünf 50-Meter-Sprints auf dem Programm standen. Nach dem vergeblichen Versuch, den Vormittag mit einem Basketballmatch ausklingen zu lassen - mit Medizinbällen machte das Spiel leider wenig Spaß - machte sich ein Großteil der Truppe ab in die verdiente Mittagspause. Beim "Hanswurst" stärkte man sich mit Brat- oder Currywurst und holte durch den Genuss des Oberhofer Zaubertrankes die nötige Energie und Vorfreude auf den Nachmittag.

Dann ging es nämlich in den Kraftraum, wo besonderer Wert auf Schnellkraft gelegt wurde. Selbst unser "kleiner Schwarzenegger" konnte die Vorgaben nach anfänglicher Resistenz ganz gut umsetzen, auch wenn es ihm sichtlich schwer fiel. Den Abschluss bildete der Besuch des Imitationsraumes, in dem sich auch die Turnerinnen um Trainerin Katja Planer vor allem am Trampolin nochmals richtig austoben konnten.

Mit schweren Beinen, aber dem Gefühl, mit diesem Training einen wichtigen Baustein für die im Winter anstehenden Wettkämpfe gelegt zu haben, ging es um 15:30 Uhr wieder in Richtung Heimat. Gut gelaunt - auch dank des Zaubertrankes!

 

Am vergangenen Wochenende stand für unsere Leichtathleten der letzte Wettbewerb in der Freiluftsaison auf dem Programm. Es ging nach Hammelburg zur Unterfränkischen Meisterschaft im Mehrkampf.

Unsere Jungs in der M18 gingen klar als Favoriten an den Start und wurden ihrer Rolle auch gerecht. Bis zur dritten von fünf Disziplinen lief auch alles nahezu nach Wunsch. Das Team bestehend aus Nick Przeliorz, Jonathan Laik, Timo Reinhart, Clemens Schmitt, Noah Fell und Maximilian Bauer zeigte sich in ihrer Paradedisziplin, dem 100-Meter-Sprint, sowie dem anschließenden Kugelstoßen in guter Form. Nick legte 11,34 Sek. auf die Tartanbahn. Aber auch die anderen Jungs - insbesondere Jonathan Laik mit 11,91 Sek. - präsentierten sich stark. Besonders hervorzuheben sind Nicks 11,92 Meter mit der Kugel, womit er auch in der zweiten Disziplin die gesamte Konkurrenz hinter sich ließ. So weit - so gut. Zum reinen Kampf bzw. Krampf wurde dann der Weitsprung, der Trainer Bernd Neumann so manche Nerven kostete. Mit den gezeigten Leistungen konnten die Jungs ganz einfach nicht zufrieden sein. Bei Timo Reinhart standen leider sogar drei Fehlversuche auf der Ergebnisliste, was natürlich auch für die Teamwertung alles andere als optimal ist. Auch Nick war bei seinen ersten beiden Versuchen übergetreten. Im dritten und letzten Versuch hatte die Gültigkeit Priorität. Immerhin reichte es noch für 5,74 Meter, auch wenn er durchaus deutlich weiter als sechs Meter springen kann. Nach einer Standpauke unseres Coaches fanden alle Jungs im Hochsprung zurück zu ihrer Form, sodass sie mehrfach ihre Bestleistungen steigern konnten. Timo Reinhart und Nick Przeliorz konnten hier mit jeweils 1,68 Metern am meisten überzeugen. Auch im abschließenden 400-Meter-Lauf holten die TSVler nochmals alles aus sich heraus. Schnellster unserer Truppe war Nick Przeliorz in starken 54,63 Sek..

Diese durchweg überragenden Leistungen reichten für Nick mit 3.061 Punkten souverän für den Unterfränkischen Titel - mit einem Vorsprung von fast 300 Zählern. Aber auch die Platzierungen der anderen Jungs können sich sehen lassen. Jonathan Laik - 7. Platz mit 2.464 Punkten, Clemens Schmitt - 8. Platz mit 2.411 Punkten, Timo Reinhart - 9. Platz mit 1.991 Punkten, Noah Fell - 11. Platz mit 1.800 Punkten, Maximilian Bauer - 12. Platz mit 1.795 Punkten.

Mit insgesamt 11.727 Punkten sicherte sich unser TSV-Team somit mit großem Abstand den Titel.

Auch die Mädels wussten in Hammelburg zu überzeugen. Bestens gelaunt und hoch motiviert gingen Lara Mahlmeister, Amy Przeliorz, Madeline Hina sowie Hanna Sperlich an den Start. Fast durchweg präsentierten sich die Mädels in Topform und konnten so manche Bestleistung aufstellen. Im Vierkampf (bestehend aus 100-Meter-Sprint, Hochsprung, Weitsprung sowie Kugelstoßen), der am Samstag auf dem Programm stand, hatte Lara Mahlmeister das Pech, in der W16 mit 1.824 Punkten am Ende lediglich 10 Punkte hinter der Siegerin Silja Döring vom LAZ Kreis Würzburg zu liegen. Dennoch zeigte Lara - wie auch Amy und Madeline - fast durchweg super Leistungen. Hanna konnte krankheitsbedingt leider nicht an allen Disziplinen teilnehmen.

Madeline wurde in der W14 mit 1.604 Punkten Achte. Amy belegte mit 1.537 Punkten Platz 9.

Für unsere Mädels ging es am Sonntag sogar noch weiter. Sie absolvierten nämlich zusätzlich den Siebenkampf. Hier standen noch der 100-Meter-Hürdensprint, der Speerwurf sowie der abschließende 800-Meter-Lauf auf dem Programm, wo die TSVlerinnen nochmals alles aus sich herausholten. Die Strapazen wurden belohnt: Lara Mahlmeister wurde mit 3.149 Punkten starke Dritte - leider wieder hauchdünn hinter der Zweitplatzierten. Madeline Hina und Amy Przeliorz rangierten nach sieben Disziplinen auf den guten Plätzen fünf und sechs. Für alle drei Mädels bedeuten die erbrachten Leistungen die Quali für die Bayerische Meisterschaft.

In der Teamwertung rangiert der TSV in der U16 somit auf dem starken zweiten Platz.

Bei all den Topleistungen dürfen gerade bei einem Mannschaftswettbewerb jedoch der Zusammenhalt und sicherlich auch ein bisschen Spaß nicht zu kurz kommen, was unserem Team zweifellos gelungen ist.

Alle Hände voll zu tun haben Trainer Bernd Neumann und sein Team im laufenden Trainingsbetrieb der Leichtathleten. Am Montag, den 21.09., waren wieder 30 Mädels und Jungs mit am Start, als die Vorbereitung auf die am Wochenende in Hammelburg stattfindende unterfränkische Mehrkampfmeisterschaft im Mittelpunkt stand. Auch ein paar Neuzugänge durften wir am Sportzentrum begrüßen.

Neben gezieltem Training im Weitsprung und mit der Kugel wurde ein besonderes Augenmerk auf die Konzentrationsphase beim Sprint gelegt. Die Starts wurden bei nahezu totaler Stille wettkampfgerecht simuliert.

Bereits am Samstag, den 19.09., ging es für einige Athleten mit dem Bürgerbus ins Training nach Oberhof. Auf die Einheiten im Kraftraum wurde neben den Sprints primär Wert gelegt. Mit den erzielten Ergebnissen zeigte sich Bernd Neumann sehr zufrieden. So schaut er optimistisch auf das kommende Wochenende, wenn wir mit einer top motivierten Truppe nach Hammelburg fahren.

So weit herum wie in diesem Sommer kam der Münnerstädter Bürgerbus zuvor bestimmt noch nicht. Ob nach Bruchköbel, Kaiserslautern, Markt Schwaben oder am Wochenende nach Jena, der Bus stellte für die Leichtathleten eine große Erleichterung dar und eine super Möglichkeit, preiswert und bequem zu den Wettkampfstätten zu fahren.

Wir bedanken uns hierfür recht herzlich bei der Stadt Münnerstadt und hoffen, unsere kleine Stadt auch weiterhin in ganz Deutschland positiv repräsentieren zu dürfen.

Die Vorzeichen waren alles andere als optimal. Die Berlin-Klassenfahrt in der Woche zuvor, dann eine leichte Muskelverletzung, die Nicks Start in Jena sogar in Frage stellte. Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Dafür kann sich das Ergebnis bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft durchaus sehen lassen.

Doch zunächst war bereits am Freitag, den 31.07.15, die Staffel am Start. Wieder einmal mit dem Bürgerbus ging es in Richtung Thüringen. In derselben Besetzung wie in Markt Schwaben mit Timo Reinhart, Jonathan Laik, Noah Fell und Clemens Schmitt präsentierten sich die Jungs trotz ihrer geringen Wettkampferfahrung sehr ordentlich. In guten 46,29 Sek. landete das Quartett auf Rang 24. Und wer kann von sich schon behaupten, bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft dabei gewesen zu sein. Und es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein.

Mit anderen Ambitionen trat Nick in Jena an. Am Samstagvormittag ging es für Nick, seine Eltern sowie Vorstand Johannes Wolf nach Jena. In Obernissa bei Erfurt wurde Trainer Bernd Neumann aufgegabelt, um direkt Richtung Ernst-Abbe-Sportfeld durchzustarten. Bedauerlicherweise war dem Navi nicht bewusst, dass für den PKW eine Flussüberquerung nur schwer möglich ist, sodass wir - zum Ärger von Bernd Neumann - mit leichter Verspätung am Stadion ankamen.

Wie bereits erwähnt, ging Nick nicht topfit in den Wettbewerb. Nur dank der Behandlung von Physiotherapeutin Berit Petersen wenige Tage zuvor konnte sein Start sicher gestellt werden. Vielen Dank, Berit! Dafür konnte sich der Vorlauf über die 100 Meter sehen lassen. 11,03 Sek. auf der schönen blauen Tartanbahn reichten locker für das Erreichen des Zwischenlaufes. Mit Finalhoffnungen legte Nick auch dort einen ordentlichen Lauf auf die Bahn. Subjektiv kam ihm der Lauf auch schneller vor als der Vorlauf. Doch am Ende standen bei leichtem Gegenwind 11,14 Sek. zu Buche. Knapp vorbei am Endlauf - aber dennoch ein toller 11. Platz und wieder der mit Abstand schnellste Sprinter Bayerns.

Ein wenig enttäuscht ging es zur Pension "Zur Eintracht" in Obernissa, wo Gastgeber Volker in dem gemütlich beschaulichen Kleinod bereits auf uns wartete. Nachdem wir uns endlich aus der Parklücke befreit hatten, starteten wir zum Abendessen ins nahe gelegene Erfurt. Die Straßenbahn beförderte uns zum Rathaus, wo wir uns im Restaurant "Pavarotti" mit italienischen Spezialitäten stärkten. Der kleine Salat durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Wartezeit auf die Straßenbahn verkürzte uns eine Junggesellenabschied-Gruppe, bevor wir mit vollen Mägen wieder bis zum Urbicher Kreuz fuhren. Denn weiter herausfahren kann man in Erfurt nun mal nicht.

In Obernissa angekommen, nahmen wir noch ein letztes alkoholisches bzw. nichtalkoholisches (Nick!) Getränk zu uns, erfreuten uns am verschossenen Elfmeter von Xabi Alonso und gingen todmüde in die gemütlichen Zimmer. Gestärkt vom umfangreichen Frühstücksbuffet, hieß es Abschiednehmen von Volker und diesmal direkte Fahrt zum Jenaer Stadion.

Dort standen am Sonntag noch die 200 Meter auf dem Programm. Nach einer ordentlichen Kurve ging Nick gegen Ende seines Vorlaufes leider ein wenig die Puste aus. In 22,73 Sek. lief er recht deutlich am Endlauf vorbei, was jedoch angesichts der Umstände nicht unerwartet war.

Das Wochenende sollte für Nick wenigstens mit einem kleinen Erfolgserlebnis enden. Im Standhochsprung, an dem man sich außerhalb des Stadions versuchen konnte, schaffte er es immerhin im letzten Versuch, Vorstand Johannes Wolf einen einzigen Zentimeter abzuknöpfen. Respekt!

Mit diesem guten Gefühl geht es nun nach diesem Mammutprogramm in eine mehrwöchige Pause, bevor dann ab Ende August wieder das Training startet.

Den Zwischenlauf über 100 Meter sowie viele weitere Eindrücke der Meisterschaft in Jena könnt ihr auf unserer Facebook-Seite abrufen.