Die Vorzeichen waren alles andere als optimal. Die Berlin-Klassenfahrt in der Woche zuvor, dann eine leichte Muskelverletzung, die Nicks Start in Jena sogar in Frage stellte. Eine optimale Vorbereitung sieht anders aus. Dafür kann sich das Ergebnis bei der Deutschen Juniorenmeisterschaft durchaus sehen lassen.

Doch zunächst war bereits am Freitag, den 31.07.15, die Staffel am Start. Wieder einmal mit dem Bürgerbus ging es in Richtung Thüringen. In derselben Besetzung wie in Markt Schwaben mit Timo Reinhart, Jonathan Laik, Noah Fell und Clemens Schmitt präsentierten sich die Jungs trotz ihrer geringen Wettkampferfahrung sehr ordentlich. In guten 46,29 Sek. landete das Quartett auf Rang 24. Und wer kann von sich schon behaupten, bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft dabei gewesen zu sein. Und es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein.

Mit anderen Ambitionen trat Nick in Jena an. Am Samstagvormittag ging es für Nick, seine Eltern sowie Vorstand Johannes Wolf nach Jena. In Obernissa bei Erfurt wurde Trainer Bernd Neumann aufgegabelt, um direkt Richtung Ernst-Abbe-Sportfeld durchzustarten. Bedauerlicherweise war dem Navi nicht bewusst, dass für den PKW eine Flussüberquerung nur schwer möglich ist, sodass wir - zum Ärger von Bernd Neumann - mit leichter Verspätung am Stadion ankamen.

Wie bereits erwähnt, ging Nick nicht topfit in den Wettbewerb. Nur dank der Behandlung von Physiotherapeutin Berit Petersen wenige Tage zuvor konnte sein Start sicher gestellt werden. Vielen Dank, Berit! Dafür konnte sich der Vorlauf über die 100 Meter sehen lassen. 11,03 Sek. auf der schönen blauen Tartanbahn reichten locker für das Erreichen des Zwischenlaufes. Mit Finalhoffnungen legte Nick auch dort einen ordentlichen Lauf auf die Bahn. Subjektiv kam ihm der Lauf auch schneller vor als der Vorlauf. Doch am Ende standen bei leichtem Gegenwind 11,14 Sek. zu Buche. Knapp vorbei am Endlauf - aber dennoch ein toller 11. Platz und wieder der mit Abstand schnellste Sprinter Bayerns.

Ein wenig enttäuscht ging es zur Pension "Zur Eintracht" in Obernissa, wo Gastgeber Volker in dem gemütlich beschaulichen Kleinod bereits auf uns wartete. Nachdem wir uns endlich aus der Parklücke befreit hatten, starteten wir zum Abendessen ins nahe gelegene Erfurt. Die Straßenbahn beförderte uns zum Rathaus, wo wir uns im Restaurant "Pavarotti" mit italienischen Spezialitäten stärkten. Der kleine Salat durfte natürlich auch nicht fehlen. Die Wartezeit auf die Straßenbahn verkürzte uns eine Junggesellenabschied-Gruppe, bevor wir mit vollen Mägen wieder bis zum Urbicher Kreuz fuhren. Denn weiter herausfahren kann man in Erfurt nun mal nicht.

In Obernissa angekommen, nahmen wir noch ein letztes alkoholisches bzw. nichtalkoholisches (Nick!) Getränk zu uns, erfreuten uns am verschossenen Elfmeter von Xabi Alonso und gingen todmüde in die gemütlichen Zimmer. Gestärkt vom umfangreichen Frühstücksbuffet, hieß es Abschiednehmen von Volker und diesmal direkte Fahrt zum Jenaer Stadion.

Dort standen am Sonntag noch die 200 Meter auf dem Programm. Nach einer ordentlichen Kurve ging Nick gegen Ende seines Vorlaufes leider ein wenig die Puste aus. In 22,73 Sek. lief er recht deutlich am Endlauf vorbei, was jedoch angesichts der Umstände nicht unerwartet war.

Das Wochenende sollte für Nick wenigstens mit einem kleinen Erfolgserlebnis enden. Im Standhochsprung, an dem man sich außerhalb des Stadions versuchen konnte, schaffte er es immerhin im letzten Versuch, Vorstand Johannes Wolf einen einzigen Zentimeter abzuknöpfen. Respekt!

Mit diesem guten Gefühl geht es nun nach diesem Mammutprogramm in eine mehrwöchige Pause, bevor dann ab Ende August wieder das Training startet.

Den Zwischenlauf über 100 Meter sowie viele weitere Eindrücke der Meisterschaft in Jena könnt ihr auf unserer Facebook-Seite abrufen.