Spannender hätte der Wettbewerb im Speerwurf der W40 kaum sein können. Bei ungünstigen Rückenwindbedingungen im Erfurter Stadion lag Tanja bis zum letzten Durchgang mit 36,42 Meter in Führung - mit dieser Weite war Tanja, die - wie sie selbst zugab "recht angespannt und aufgeregt" in den Wettkampf ging, alles andere als zufrieden. Im sechsten und letzten Versuch war es dann ihre Konkurrentin Birgit Keller, die Tanja mit einem Wurf auf 36,55 Meter um lediglich 13 Zentimeter übertraf. Doch unsere TSV-Athletin hatte noch die Möglichkeit nachzulegen - und dies gelang bestens: Tanja zeigte Nervenstärke und wuchtete den Speer trotz leichten Rückenwindes auf 37,95 Meter. Somit stand fest: Gold für Tanja! Herzlichen Glückwunsch!

Nachdem sie gerade noch mit Tanja mitgefiebert hatte, ging es kurz später für Iris Heid in die Halle, um im Hochsprung der W45 anzutreten. Aufgrund des Trainingsrückstandes hatte unser Trainer Bernd Neumann bereits vor dem Wettkampf kein besonders gutes Gefühl. Nach einem souveränen Sprung über die Einstiegshöhe von 1,40 Meter übersprang Iris im zweiten Versuch 1,46 Meter. Für mehr sollte es heute nicht reichen. Denkbar knapp scheiterte sie dreimal an 1,49 Meter. Dies reichte in einem stark besetzten Feld für einen guten fünften Platz.

Ebenfalls im Hochsprung - nicht etwa mit dem Speer - am Start war Tanja Köhlers Vater Egon Schellenberger. Für ihn reichte es in der Klasse M65 mit einer Höhe von 1,38 Meter zu einem vierten Platz.