Die Sportlerin des TSV Münnerstadt holt sich bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften erneut den Titel im Speerwurf in der W40.

Tanja Köhler vom TSV Münnerstadt holte sich bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften erneut den Titel im Speerwurf der Frauen W40. Ihre Teamgefährtin Iris Heid sprang im Hochsprung der W45 zu Bronze.

Nicht am Start war Doppelweltmeisterin (Kugel/Diskus) Martina Greithanner (TSV Münnerstadt), die immer noch an den Folgen ihres Skiunfalles leidet und noch nicht wieder ins Training eingestiegen ist.

Erfurt war bereits zum zweiten Mal hintereinander der Ausrichter der nationalen Seniorenmeisterschaften. Nicht nur die geographisch günstige Lage gab den Ausschlag für den erneuten Zuschlag, sondern auch die organisatorischen Fähigkeiten der Thüringer, die in drei Tagen alle Altersklassen von 30 Jahre bis 90 Jahre professionell abwickelten.

Tanja Köhler war im Speerwurf der W40 einmal mehr eine Klasse für sich. Die 42-Jährige, die bereits im letzten Jahr gewann und auch in diesem Jahr schon bei den Deutschen Winterwurf-Meisterschaften Gold holte, war vom Papier her klare Favoritin. Allerdings absolvierte die Kindergärtnerin aus Waltershausen in dieser Saison kaum Wettkämpfe. "Ich habe Probleme im Knie und kann daher nicht wie gewohnt trainieren", erzählt sie. "Aber auf meinen Armzug kann ich mich nach wie vor verlassen", so Tanja Köhler weiter. Schon im ersten Versuch bestätigte sie dies auch gleich auf beeindruckende Art und Weise. Auf starke 39,29 Meter warf die Bezirksrekordhalterin (Aktivenklasse/45 Meter) da schon den 600 Gramm schweren Speer. Damit war der Wettbewerb mehr oder weniger schon entschieden. Denn die Vorleistungen der Konkurrentinnen waren nicht annähernd so gut, dass da noch was hätte anbrennen können. Auch bei Tanja Köhler war dann in den folgenden Versuchen die Luft etwas heraus und die 40 Meter, die sie möglichst in jedem Wettkampf übertreffen will, blieben dieses Mal unerreicht.

Iris Heid (TSV Münnerstadt) hatte sich für die Deutschen Meisterschaften im Hürdenlauf über 80 Meter einiges vorgenommen. Allerdings musste sie da aufgrund von Problemen im Fuß passen. So startete sie bei den Meisterschaften in ihrer einstigen Paradedisziplin, dem Hochsprung. In der Altersklasse W45 begann sie bei 1,42 Meter früh den Wettkampf. Gesteigert wurde jeweils um drei Zentimeter. Die Kindergärtnerin (Münnerstadt) präsentierte sich in Erfurt gewohnt recht stabil in der Technik. Bis zur Höhe von 1,54 Meter (Saisonbestleistung) leistete sie sich nicht einen einzigen Fehlversuch. Bei 1,57 Meter scheiterte die dreifache Mutter aus Stadtlauringen allerdings dann drei Mal knapp, während zwei Konkurrentinnen die Höhe noch übersprangen. Aber Bronze war bis dato ohnehin schon in trockenen Tüchern, da sich die Viertplatzierte schon bei 1,45 Meter verabschiedet hatte.

Foto und Bericht: Mainpost Reinhold Nürnberger