In den letzten Wochen starteten unsere SportlerInnen bei verschiedenen Meisterschaften und schlugen sich dabei äußerst erfolgreich!

Unterfränkische Meisterschaft Vierkampf U14 am 10.07.2021 in Güntersleben

Bei dieser Mehrkampfmeisterschaft waren die Disziplinen 75 m Sprint, Weit-, Hochsprung und Ballwurf zu absolvieren.

In der Altersklasse M12 nahm Malte Koch für den TSV Münnerstadt teil. Mit tollen 1.305 Punkten konnte Malte gleich bei seinem ersten Start auf Bezirksebene einen sehr guten 6. Platz erzielen. Dabei gelang ihm im Hochsprung auf Anhieb mit hervorragenden 1,28 m ein sehr guter 2. Platz in dem starken Teilnehmerfeld.

Lina Johannes und Malte Koch. Foto: Rainer Rößler

In der W13 vertrat Lina Johannes die Farben des TSV. Zuverlässig platzierte sie sich mit ihren Leistungen Disziplin für Disziplin stets im vorderen Bereich des Teilnehmerfeldes und konnte damit nicht nur sehr starke 1.538 Punkte, sondern auch einen hervorragenden 4. Platz in der Gesamtwertung einstreichen. In der Einzeldisziplin Ballwurf (200 g) konnte sie sogar mit 30,50 m das beste Tagesergebnis in ihrer Altersklasse erreichen.

Unterfränkische Meisterschaften Einzeldisziplinen U14 in Elsenfeld am 24.07.2021

Hier startete Malte Koch wiederum in der M12 für den TSV.

Mit neuer persönlicher Bestleistung von 11,88 s im 75 m Sprint Vorlauf konnte er sich für den Endlauf qualifizieren, in dem er dann mit 12,40 s eine sehr guten 6. Platz erreichte. Ebenfalls einen 6. Platz gab es für seine 3,95 m im Weitsprung. Hier ist wohl bald die 4 m–Marke fällig.

Emilia Zeitz war im Sprint der Schülerinnen W14 eine Klasse für sich und holte den Titel. Foto: Reinhold Nürnberger

Quelle: Emilia Zeitz rennt allen Konkurrentinnen davon | rhoenundsaalepost.de

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Zeitz läuft im Vorlauf in die Favoritenrolle

Emilia Zeitz vom TSV Münnerstadt überraschte in der Altersklasse W14 bereits im Vorlauf über 100 Meter. Auf sehr starke 13,62 Sekunden steigerte sich die Gymnasiastin aus Bad Königshofen. Das war mit großem Abstand die schnellste Vorlaufzeit. Dementsprechend hatte sie sich jetzt selbst die Favoritenrolle für das Finale gespurtet. Bis zur Hälfte hatte sie im Endlauf allerdings eine hartnäckige Kontrahentin an ihrer Seite. "Danach habe ich aber gemerkt, dass ich mich doch mehr und mehr absetzen kann", berichtete sie freudestrahlend nach dem Rennen, das sie in 13,70 Sekunden sicher gewann.  Auch bei den bayerischen Meisterschaften, die Ende August in Hösbach ausgetragen werden sollen, will sie nun eine gute Rolle spielen und möglichst das Finale erreichen.

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Mit Unterstützung zum Marathon-Erfolg: Barbara Müller (rechts) wurde auf ihren mehr als 42 Kilometern zeitweise von Daniela Schmitt (links) und Julia Müller begleitet. Foto: TSV Münnerstadt

Nur wenige Tage vor Beginn der Sanierung der Rundumbahn am Mürschter Sportgelände umrundet  Barbara Müller diese 105 Mal und absolviert erfolgreich die Marathon-Distanz von 42,195 Kilometern.

„Eigentlich wollte ich die Aktion klammheimlich machen“, schmunzelt Barbara Müller mit ein paar Tagen Abstand. Als die 33-jährige am Sonntagmorgen um 8 Uhr zur ersten Runde antrat, schien der Plan auch noch aufzugehen. Barbara Müller, die jahrelang unter ihrem Mädchennamen Schneider äußerst erfolgreich für die Leichtathletinnen des TSV Münnerstadt an den Start ging, hatte sich für die Marathons in Freiburg und Würzburg angemeldet. Coronabedingt konnten die für April und Mai angesetzten Läufe jedoch nicht stattfinden. „Verschieben wollte ich meinen zweiten Marathon nicht schon wieder.“ Daher habe Müller beschlossen, ihn für sich selbst zu laufen. So ganz abwegig war die Wahl der Tartanbahn in Münnerstadt für die nun in Mittelstreu wohnhafte Läuferin nicht. „Um eine Bestzeit zu laufen, war mir klar, dass ich eine flache Strecke brauche. Ich habe generell schon immer eine kleine Vorliebe für das Extremere.“ Die Bahn war für Müller jahrelang wie ein zweites Zuhause. Insbesondere an den Mürschter Erfolgstrainer Otmar Bömmel denkt Müller gerne zurück. „Es ist schön, dass Otmars Gedenkstein im Zielbereich steht. Da kommen immer wieder schöne Erinnerungen hoch.“

Monoton? Keineswegs!

Ganz alleine auf der Bahn war Müller dann doch nicht. Denn ihre langjährigen Laufkameradinnen und Freundinnen Daniela Schmitt und Julia Müller unterstützten sie mit allen Kräften. „Danie und Julia waren eine enorme Stütze. Danie ist in etwa bei Runde 30 eingestiegen und dann haben Julia und sie sich abgewechselt. Wahrscheinlich hätte ich ohne die beiden das Tempo nicht immer halten können.“

Einen ungewohnten Termin hatten unsere Sportlerinnen Anne Federlein, Lina Rößler und Emilia Zeitz aus dem unterfränkischen Nachwuchskader am 30.05.2021 in Würzburg. Von Leistungssportlern im Erwachsenenbereich werden spezielle leichtathletikspezifische Übungen kurz vor einem Wettkampf durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit nochmals kurzfristig zu erhöhen. An der Uni in Würzburg beschäftigt sich derzeit ein Projektteam damit, herauszufinden, inwieweit dies auch auf Jugendliche übertragbar ist. Unsere Kaderathletinnen durften hier als Versuchskaninchen agieren.

Für die Mädchen war es sehr spannend mitzuerleben, mit welchen technischen Mitteln im Leistungssport Daten erhoben und verwertet werden können und was heutzutage alles messbar ist (wie viele Millisekunden beträgt der Bodenkontakt, …). Die Ergebnisse stehen zwar noch aus, aber mit Sicherheit konnten die Drei aus der Aktion einiges an Erfahrungen sammeln.

v.l.: Trainerin Iris Heid, Anne Federlein, Emilia Zeitz, Lina Rößler - Foto: Rößler.

Die Möglichkeit, das Erlernte gleich in die Praxis umzusetzen bot sich unseren Athletinnen eine Woche später am Sonntag, den 06.06.2021 beim Sportfest in Aschaffenburg. 

Am Sonntag, den 18.10.2020, fand im Sickergrundstadion in Kitzingen eine Talentsichtung des Bayerischen Leichtathletikverbandes statt, um einen Landeskader U 15 für den Bezirk Unterfranken zu bilden. Dieser Nachwuchskader ist der Einstieg in das Förderprogramm des Deutschen Leichtathletikverbandes und soll die leistungsstärksten Leichtathleten der Altersklasse M/W 13 erfassen. Für die Mitglieder dieses Kaders werden ein Jahr lang mehrere Trainingslehrgänge von erfahrenen Landestrainern durchgeführt. Die Sportler/-innen erhalten umfassende Beratung und Betreuung bei allen Fragen rund um Training und Wettkampf.

Der TSV Münnerstadt konnte gleich mit fünf Nachwuchssportlerinnen an dieser Talentiade teilnehmen. Da wir coronabedingt im Kalenderjahr 2020 weder an Sportfesten noch Meisterschaften teilgenommen haben, wollten wir diese Talentsichtung vor allem als Standortbestimmung nutzen.

Unsere Mädels mussten verschiedene Leistungen in den vier Grundbereichen der Leichtathletik absolvieren. Während die Disziplinen Sprintschnelligkeit, Sprungkraft und Wurfkraft gut absolviert werden konnten, hatten alle fünf doch etwas „Bammel“ vor dem abschließenden Cooper-Test (12 min laufen und dabei so viele Meter wie möglich zurücklegen; Prinzip „Kampf bis zum Ende“). Aber mit großem Ehrgeiz und Kampfgeist schlug sich unser Team auch hier blendend.

Die Freude war dann natürlich riesengroß als bekannt wurde, dass es mit Anne Federlein, Lina Rößler und Emilia Zeitz gleich drei unserer Sportlerinnen in den 17-köpfigen Unterfrankenkader geschafft haben. Zusammen mit Lina Johannes und Maren Weigand, die beide leider knapp die Kaderberufung verfehlten, bilden unsere Nachwuchsmädels eine bärenstarke Mannschaft.

Sicher wird diese Truppe den TSV Münnerstadt bei verschieden Wettkämpen in Zukunft erfolgreich vertreten.

Mädels, das habt ihr prima gemacht!

Coronabedingt kann das Training der Leichtathletik-Minis (4 - 6 Jahre) derzeit leider noch nicht stattfinden. Über den Zeitpunkt und den Ort der Wiederaufnahme werden wir rechtzeitig informieren.