Unterfrankenpokal, Achtelfinale,    FREITAG    03.10.2014

TSV 1863 Münnerstadt    -   DJK Waldbüttelbrunn    

Anwurf:  16.30 Uhr

Bei der Auslosung zum Achtelfinale des Unterfrankenpokals, war das Glück nicht auf der Seite des TSV-Teams. Zog doch die Losfee aus dem Topf, mit der DJK Waldbüttelbrunn, das Team herraus das in der Ligazugehörigkeit (Bayernliga) am höchsten spielt.

Der letztjährige Vizemeister der Bayernliga, hat als Vorgabe zur neuen Saison die Meisterschaft und damit Aufstieg in Liga 3 als Ziel ausgegeben.

Vorstellung unseres Pokalgegners:

Quelle: Mainpost

Waldbüttelbrunn hat Lust auf mehr

 

Die DJK-Handballer wollen in dieser Saison in der Bayernliga um den Aufstieg in die Dritte Liga mitspielen


Karoly Kovacs ist nicht gerade für seine Zurückhaltung bekannt. Und das gibt der ungarische Handballlehrer, seit 2010 auf der Kommandobrücke der Waldbüttelbrunner Bayernliga-Handballer, auch unumwunden zu: „Ich mag kein lauwarmes Wasser, ich mag es immer heiß.“ Nach der bayerischen Vizemeisterschaft in der abgelaufenen Saison, der erfolgreichsten der Vereinsgeschichte, steckt Kovacs die Ziele nun – fast logisch – noch ein bisschen höher. „Wir wollen in diesem Jahr gerne die Besten in der Bayernliga sein. Ob es reicht, werden wir am Ende sehen“, sagt Waldbüttelbrunns Trainer.

„Um den Aufstieg in die Dritte Liga mitspielen“, so lautet also die Marschroute der Sumpfler für die Saison 2014/15. Dass dieser Anspruch nicht völlig vermessen scheint, bestätigt die Saisonprognose auf dem Bayernliga-Portal bliga.info, dessen User Waldbüttelbrunn noch vor Absteiger Auerbach als Topfavorit auf Bayerns Handballkrone sehen. Um diesen Vorschusslorbeeren gerecht zu werden, hat Kovacs seine Mannschaft nicht nur fünf bis sechs Mal pro Woche in der Vorbereitung zu den Übungs- und Fitnesseinheiten gebeten, sondern die Erfolgsmannschaft der letzten Saison zusammengehalten und darüber hinaus intelligent ergänzt.

„Der größte Erfolg“ sei es laut Kovacs gewesen, fast alle Spieler über den Sommer hinaus an Waldbüttelbrunn gebunden zu haben. Vor allem bei Manuel Feitz, der als Kapitän, Wortführer, Spielmacher oder Torjäger in einer Person so wichtig für die DJK ist, war das ob des Interesses von Zweitligist Rimpar lange keine Selbstverständlichkeit. Auch David Sturm, der mit Matyas Varga eines der gefürchtetsten Torhüter-Duos der Liga bildet, stand aus beruflichen Gründen lange vor dem Absprung, entschied sich letztendlich für einen Verbleib.

Waldbüttelbrunn baut also auf eine gewachsene, eingespielte Mannschaft. Vier Neue kommen dazu. Kreisläufer Matthias Grünert genoss seine handballerische Grundausbildung in der Jugend von Erstligist HC Erlangen und deutete in der Vorbereitung an, welche Bereicherung er offensiv wie defensiv sein kann. Mit Lukas Lutz kehrt nicht nur ein Eigengewächs zu seinem Heimatverein zurück, sondern mit 154 Toren (für Coburg II) in der abgelaufenen Runde auch der torgefährlichste Linkshänder der Liga. Mit dem erst 19-jährigen Max Feuerbacher bekommt Kovacs einen emotionalen und ehrgeizigen Torhüter hinzu, der den arrivierten einheizen soll. Und wäre das nicht genug Verstärkung, schlugen Kovacs und Sportleiter Winfried Körner kurz vor Saisonstart noch beim drittligaerfahrenen Abwehrspezialisten Christian Häckner aus Rödelsee zu.

Bei so viel hinzugekommenem Talent ist nicht zu vergessen, dass Akteure wie Lukas Tendera, Julian Stumpf, der eine verletzungsgeplagte Runde hinter sich hat, oder auch Gergely Kotrics ihre Leistungsgrenze noch nicht erreicht haben. Kovacs hat nun das Luxusproblem, auf jeder Position zumindest zwei gleichwertige Akteure auf die Platte stellen zu können.