Auf der Suche nach einem Nachfolger für den zum Saisonende nach Großbardorf wechselnden Dominik Schönhöfer ist Fußball-Bezirksligist TSV Münnerstadt fündig geworden. Der 33-jährige Adrian Gahn, aktuell Spielertrainer beim Schweinfurter Kreisklassisten DJK Gänheim, übernimmt die Mannschaft in der neuen Saison.

 

„Adrian ist ein Fußball-Besessener im besten Sinne“, berichtet TSV-Abteilungsleiter Günter Scheuring, der selbst aus Gänheim stammt und sich intensiv über den neuen Mann informierte. Bei der DJK wollte Gahn sein Engagement zum Saisonende ohnehin beenden. „Es war nach vier tollen Jahren einfach an der Zeit für etwas Neues“, so der Noch- und Bald-Trainer. Bis es soweit ist, möchte der in Zeilitzheim lebende und in Schweinfurt arbeitende gebürtige Arnshäuser aber freilich die ganze Konzentration auf das Unternehmen Klassenerhalt mit seinem aktuellen Verein legen. „Ich bin froh, dass geklärt ist, wie es weitergeht und werde die Restsaison in Münnerstadt natürlich mit Interesse verfolgen. Aber darunter darf und wird die DJK Gänheim nicht leiden.“ Die Mannschaft kämpft in der Kreisklasse Schweinfurt 1 gegen den Abstieg, hat einen Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

 

Gahn, der als Spieler in der Jugend des FC Schweinfurt 05 und später unter Ernst Gehling bei der FT Schweinfurt kickte, spricht von „äußerst positiven Gesprächen“ mit den Münnerstädter Verantwortlichen, zumal er über die Möglichkeit, einen Bezirksligisten zu übernehmen nicht lange nachdenken musste. „Die Anfrage hat mich schon sehr stolz gemacht. Außerdem sind die Gegebenheiten in Münnerstadt super. Eine gute Mannschaft, ein guter Unterbau mit den Jugendmannschaften und vor allem tolle Helfer, die sich für den Verein ins Zeug legen.“ In diesen möchte auch Gahn sich schnellstmöglich integrieren. „Er ist keiner, der sein Training macht und es damit gut sein lässt. Er will Teil der Gemeinschaft werden und das war für uns bei der Auswahl besonders wichtig“, berichtet Scheuring. Ohnehin wird der Teamgedanke bei Gahn großgeschrieben. „Für mich wird es niemals eine 'Gahn-Elf' geben. Ich möchte Teil des großen Ganzen sein.“ Auf dem Feld soll Gahn derweil nicht mehr stehen. „Er wird nur im Notfall aushelfen, aber geplant ist, dass er alleine als Trainer fungiert“, so Scheuring

 

Quelle: mainpost.de