TSV Münnerstadt – DJK Schwebenried 1:3 (0:1)

Schade. Trotz einer herausragenden Leistung in Sachen Willensstärke und Kämpferherz zog unsere Mannschaft gegen die nun punktgleichen Schwebenrieder den Kürzeren. Nach 30-minütiger Unterzahl entschieden am Ende zwei Konter die Partie zugunsten der Gäste.

 

 

 

Ausgangslage:

Mit drei Punkten Vorsprung ging unsere Elf ins Verfolgerduell, hatte vor heimischem Publikum bislang alle Rückrunden-Spiele gewinnen können. Die DJK fegte Obererthal vor Wochenfrist mit 8:0 vom Feld und kam mit der besten Offensive der Liga ans Kleinfeldlein.

 

Personalien:

Ahmet Coprak kehrte für Philipp Müller zurück auf die Position des Rechtsverteidigers. Abgesehen davon beließ Dominik Schönhöfer seine Elf im Vergleich zum 1:1 in Röthlein unverändert.

 

Zum Spiel:

Von Beginn an entwickelte sich eine hochinteressante Partie. Keine Mannschaft versteckte sich, die Abtastphase wurde kurzerhand ausgelassen. Die DJK erwischte den besseren Start und ging direkt mit der ersten Möglichkeit in Führung. Felix Zöller köpfte einen Eckball unhaltbar für Johannes Wolf ein. In der Folge drehte Blauweiß auf. Die Gäste beschränkten sich häufig auf lange Anspiele in Richtung Topstürmer David Fleischmann, der gegen Johannes Kanz und Christoph Krell jedoch einen schweren Stand hatte. Auf der anderen Seite kombinierte der TSV zwar ansehnlich nach vorne, klare Tormöglichkeiten ergaben sich daraus allerdings nicht. Lediglich ein Fernschuss von Niklas Markart sowie ein Freistoß von Simon Snaschel vermittelten zumindest den Eindruck von Torgefahr. Wirklich aufregend wurde es erst wieder kurz vor der Pause. Nach Steilpass von Tobias Geis gewann Simon Snaschel ein Laufduell und wurde kurz vor dem Strafraum gelegt. Der Unparteiische beließ es wohl zu Recht beim gelben Karton für Schwebenrieds Innenverteidiger. Den nachfolgenden Freistoß blockte ein DJKler nach Ansicht der Schiedsrichters mit der Hand – eine Kann-, keine Muss-Entscheidung zugunsten unserer Elf, die nun vom Punkt aus die große Chance zum Ausgleich hatte. Ausgerechnet in seinem letzten Heimspiel für den TSV setzte Snaschel die Kugel allerdings an den linken Torpfosten. Im zweiten Abschnitt sollte der nächste Nackenschlag nicht lange auf sich warten lassen. Im Laufduell mit David Fleischmann zog Kanz nach rund einer Stunde die Notbremse und flog mit der glatt roten Karte vom Platz. Auch diese Entscheidung ist zwar vertretbar, hätte sich aber wohl auch anders lösen lassen können. Der Platzverweis aber weckte auch im letzten TSVler den Kampfgeist. Die zehn verbliebenen „Nägelsieder“ warfen alles in die Waagschale und wurden belohnt. Ein abgefälschter Freistoß von Simon Snaschel schlug zum Ausgleich ein. Statt nun das Ergebnis verwalten zu wollen, spielte Blauweiß trotz Unterzahl weiter voll auf Sieg. Den Schwebenriedern bot dies freilich Raum zum Kontern, zumal die Münnerstädter Beine mit der Zeit immer schwerer wurden. Die Gäste konnten das letzten Endes per Doppelschlag zur Entscheidung ausnutzen.

 

Fazit und Ausblick:

Trotz der Pleite kann man stolz auf das Gezeigte sein. Der vergebene Strafstoß sowie der Platzverweis brachen den unerbittlich kämpfenden Münnerstädtern letztlich das Genick. Am letzten Spieltag kann der TSV nun in Wiesentheid mit einem Sieg zumindest die theoretische Chance auf die Relegation wahren.

 

Statistiken:

TSV: Wolf – Coprak (70. P. Müller), Kanz, Krell, D. Mangold (85. Thomann) – M. Knysak, Geis (70. Göller), H. Schmitt, Markart – Kiros, Snaschel.

Tore: 0:1 Zöller (6.), 1:1 Snaschel (63.), 1:2 Mützel (79.), 1:3 Zöller (87.).

Rote Karte: Kanz (Notbremse/58.).

Bes. Vorkommnis: Snaschel schießt Handelfmeter an den Pfosten (38.).