SV Garitz – TSV Münnerstadt 3:1 (2:1)

 

Ausgerechnet im Derby nahmen die Blau-Weißen sich eine schmerzliche Auszeit und ließen im Vergleich zu den jüngsten guten Partie in vielerlei Hinsicht Entscheidendes vermissen. Den SVlern genügte somit eine kämpferisch erstklassige Leistung, um sich verdientermaßen durchzusetzen.

 

Ausgangslage:

Nach dem Bad Königshofener Remis sowie dem Erfolg des TSV Rottendorf in Schwebenried am Vortag konnten beide Kontrahenten mit einem Sieg an die Tabellenspitze springen. Im Hinspiel hatten unsere Jungs mit 2:1 die Oberhand behalten.

 

Personalien:

Im Vergleich zum Spiel am Mittwoch in Rottendorf veränderte Dominik Schönhöfer sein Team auf lediglich einer Position. Für Christoph Ballner rückte Siegtorschütze Henok Kiros in die Startelf.

 

Zum Spiel:

Beide Mannschaften gingen engagiert zu Werke. Die Heimelf verlegte sich schon früh auf ein einfaches Spiel mit überwiegend weiten Bällen aus dem Mittelfeld heraus. Dies jedoch entpuppte sich als durchaus effektiv. Nach einem Flügelwechsel flankte Manuel Krieter vom rechten Flügel in den Strafraum, Johannes Wolf unterlief die Hereingabe und die Garitzer Rückrunden-Tormaschine Björn Schlereth stand goldrichtig. Zwar wurde der Kopfball des Angreifers aus dem Strafraum geschlagen, der Schiedsrichter-Assistent hätte das Spielgerät jedoch mit vollem Umfang hinter der Linie gesehen – eine wohl korrekte Entscheidung. Doch noch war Blauweiß im Kopf frisch. Vom Anstoß weg kombinierten die Gäste ansehnlich nach vorne, bis Niklas Markart den Ball perfekt für Henok Kiros in die Schnittstelle legte. Der umkurvte Bastian Reusch im Garitzer Tor und schoss ein – 1:1. In der Folge jedoch verfiel der TSV einmal mehr in das „Rottendorf-Syndrom“ vom Mittwoch. Erneut ließen die Münnerstädter es nun schleifen, Garitz kam immer stärker ins Spiel und zu zahlreichen Möglichkeiten, wobei Wolf gleich doppelt Kopf und Kragen gegen SV-Spielführer Sandro Cazzella riskieren musste. Auf der Gegenseite wurde es bis zum Wechsel nur noch einmal gefährlich – dafür aber umso mehr. Aus 20 Metern kam Simon Snaschel zum Abschluss und hämmerte die Kugel an den rechten Torpfosten, den Nachschuss setzte Julian Göller vorbei. Vom Münnerstädter Sturmduo war ansonsten wenig zu sehen, besonders Snaschel fand gegen Manuel Krieter über 90 Minuten kaum statt. Eine bittere Pille gab es mit dem Pausenpfiff zu schlucken. Nach einem langen Ball auf die linke Abwehrseite rutschte Niklas Markart unglücklich weg und machte den Weg somit frei für Stefan Glöckler, dessen Hereingabe erneut bei Schlereth landete. Ohne Mühe traf selbiger zur neuerlichen, verdienten Garitzer Führung. Ein Gegentor, um welches Blauweiß zuvor nahezu gebettelt hatte. Im zweiten Abschnitt merkte man den Gästen zwar an, dass man sich gegen die drohende Pleite stemmen wollte, lediglich die spielerischen Mittel versagten an diesem Nachmittag komplett. Nach vorne lief wenig zusammen, lediglich Johannes Kanz kam nach einer Ecke von Tobias Geis per Kopf gefährlich zum Abschluss. Garitz konnte sich derweil auf seine Lufthoheit verlassen. In der Schlussphase schraubte sich einmal mehr Björn Schlereth im Anschluss an einen Eckball in die Luft und überwand Wolf per Bogenlampe.

 

Fazit und Ausblick:

Bitter, bitter, bitter. Eine verdiente Niederlage, die so trotzdem nicht hätte sein müssen. Der TSV präsentierte sich zu einfallslos und ließ sich besonders im ersten Abschnitt vom neuen Spitzenreiter den Schneid abkaufen. Am Sonntag soll nun gegen den TSV Mühlhausen/Schraudenbach zurück in die Erfolgsspur gefunden werden, Anstoß ist am Kleinfeldlein ist um 15 Uhr.



 

 

Team und Tore:

TSV: Wolf – Coprak, Kanz, P. Müller, Mangold (74. Thomann) – Kiros (56. Ballner), H. Schmitt, Geis, Markart – Göller, Snaschel.

Tore: 1:0 Björn Schlereth (7.), 1:1 Henok Kiros (8.), 2:1/3:1 Björn Schlereth (45./79.).