FC Strahlungen – TSV Münnerstadt 1:1 (1:0)

Dank eines Treffers in letzter Sekunde schaffte unser TSV im Derby beim FC Strahlungen ein 1:1-Unentschieden. Die Partie war von Strahlungen Seite auf den Hartplatz verlegt worden, was dem spielerischen Niveau freilich nicht entgegenkam. Beide Teams mussten so auf andere Tugenden zurückgreifen und trennten sich letztlich leistungsgerecht.
Ausgangslage:
Die Kontrahenten hatten sich am vergangenen Wochenende beide in guter Form präsentiert. Während die Strahlunger ihren Aufwärtstrend mit einem 3:1-Sieg in Obererthal bestätigten, behielt unser TSV im Heimspiel gegen Güntersleben deutlich mit 4:0 die Oberhand.

Personalien:
Der TSV musste im Mittelfeld auf den erkrankten Sebastian Halupczok verzichten, sodass Dominik Schönhöfer vom gewohnten 4-4-2 auf ein 4-2-3-1 System mit Tobias Geis als hängende Spitze umstellte. Für Geis war es der erste Startelfeinsatz in dieser Saison.

Zum Spiel:
Den Umständen geschuldet war vom Start weg klar, welche Tugenden das Derby bestimmen werden. Entsprechend gingen die Akteure dann auch zu Werke, wenngleich die meisten Zweikämpfe sich anfänglich im Mittelfeld abspielten. Die FCler, die in der Abwehr auf den kurzfristig erkrankten Christoph Leicht verzichten mussten, hatten ihre erste Tormöglichkeit durch Spielertrainer Jürgen Hein, dessen zu ungenauer Abschluss nach zehn Minuten aber eine leichte Beute für TSV-Goalie Florian Rottenberger war. Dieser sah auch in der Folge meist Strahlunger Angriffe in Richtung seines Kastens rollen. Über die rechte Seite war Tim Krais ein ständiger Unruheherd, der sich packende Duelle mit Philipp Müller leistete. Das Münnerstädter Innenverteidiger-Duo Christoph Krell/Johannes Kanz hatte derweil seine liebe Müh und Not mit den kopfballstarken Marco Nöth und Jürgen Hein. Hein war es dann auch, der die Seinen mit einem tollen Treffer in Führung brachte. Benedikt Bötsch hatte seinen Coach schön freigespielt, und der mit einem Volleyschuss in den Kasten vollendet. Der TSV hatte offensiv anfänglich wenig zu bieten. Zwar zeigte die Mannschaft trotz des schweren Untergrundes die bessere Spielanlage und bot teils flüssige Kombinationen, die zündende Idee im Angriff blieb allerdings lange aus. Lediglich zwei Distanzschüsse von Hans-Christian Schmitt bedeuteten etwas Gefahr für das Tor von Nico Hein. Nach dem Wechsel erhöhte unsere Elf die Schlagzahl und drängte die Hausherren nun immer tiefer in die eigene Hälfte. Einen Freistoß von Simon Snaschel lenkte Hein gerade noch über den Querbalken. Dennoch blieb es ein schmaler Grat, auf welchem unsere Mannschaft sich bewegte. Insbesondere über den schnellen Krais blieben die Hausherren bei Kontern brandgefährlich. So hatte sich Krais rund 20 Minuten vor Ultimo die Kugel bereits an Rottenberger vorbeigelegt, ehe Henok Kiros mit einer tollen Rettungstat noch den Fuß dazwischen brachte. In der Schlussphase setzte Dominik Schönhöfer mit den Einwechslungen von René Beck und Fabian Erhard alles auf eine Karte, die Mannschaft wollte den Punktgewinn mit aller Macht erzwingen und wurde in letzter Sekunde belohnt. Nach einem langen Freistoß von Christoph Krell stocherte Julian Göller die Murmel aus dem Gewühl heraus zu Simon Snaschel, der mit einem Schuss ins lange Eck doch noch ausglich. Beim anschließenden Torjubel wurde die Eckfahne etwas in Mitleidenschaft gezogen, was Snaschel eine verschmerzbare Ampelkarte einbrachte. In der Nachspielzeit verfehlte Göller bei einem Freistoß noch einmal das Ziel, wobei ein zweiter Treffer auch zu viel des Guten gewesen wäre.

Fazit und Ausblick:
Ein packendes Derby mit einem insgesamt gerechten Ausgang, wenngleich der TSV ob des späten Treffers freilich auch Fortuna auf seiner Seite hatte. Am kommenden Sonntag empfängt unsere Elf nun den VfL Euerbach zum letzten Heimspiel vor der Winterpause. Anstoß ist um 14 Uhr.

Team und Tore:
TSV: Rottenberger – Coprak (60. Beck), Krell, Kanz, P. Müller (83. Fiedler) – H. Schmitt, Markart – Kiros, Geis (78. Erhard), Göller – Snaschel.
Tore: 1:0 Hein (14.), 1:1 Snaschel (90.).
Gelb-rote Karte:Snaschel (TSV/90.).