TSV Münnerstadt – FSG Wiesentheid 1:4 (1:1)

Trotz einer guten Vorstellung musste unser TSV gegen die FSG Wiesentheid nicht nur die dritte Heim-, sondern auch die höchste Saisonniederlage einstecken. Verloren ging die Partie auf Grund einer gnadenlosen Effektivität der Wiesentheider, die aus ihren wenigen Chancen das Optimum herausholten.

Ausgangslage:
Mit einer tollen Energieleistung sicherte unsere Elf sich zuletzt in Schwebenried nach 0:2-Rückstand noch einen Punktgewinn. Mit einer Serie von vier Heimsiegen in Folge ging es nun ins Heimspiel gegen den Tabellen-Zehnten.

Personalien:
Mit einer Meniskusquetschung musste Denny Mangold passen, für ihn rückte Philipp Müller auf die linke Abwehrseite. Abgesehen davon vertraute Dominik Schönhöfer der Elf der Vorwoche.

Zum Spiel:
Die Partie bewegte sich von Anfang an auf hohem Niveau. Die erste Möglichkeit hatte der TSV, als Simon Snaschel mit einem Freistoß am gut reagierenden FSG-Keeper Eduard Wellmann, der der Münnerstädter Offensive noch das ein oder andere Mal Kopfzerbrechen bereiten sollte. Das zweite TSV-Problem an diesem Nachmittag stellte die herausragende Effektivität der Wiesentheider dar. Schon mit dem ersten Torschuss schaffte der BOL-Absteiger die Führung. Der TSV kam im Mittelfeld nicht entschieden genug in die Zweikämpfe, ehe Andre Hartmann aus 18 Metern zum Abschluss kam. Gegen seinen Flachschuss war Florian Rottenberger chancenlos. Der TSV zeigte sich davon unbeeindruckt und antwortete schnell. Nach Flanke von Henok Kiros scheiterte Snaschel erneut an Wellmann, der die Kugel mit einem Reflex noch um den Pfosten lenken konnte. Kurz vor der Pause war aber auch er machtlos. Nach feiner Einzelleistung hatte Ahmet Coprak Glück, dass sein Schuss zu seinem zweiten Saisontor abgefälscht wurde. Mit einem für die Gäste eher schmeichelhaften 1:1 ging es in die Kabinen. Im zweiten Abschnitt hielten die Kontrahenten das Spielniveau weiter hoch, wenngleich die ganz dicken Chancen vorerst ausblieben. Es dauerte bis zur 68. Spielminute, ehe sich wieder Zählbares zutrug. Nach einem scharf hereingeschlagenen Freistoß von Christian Enzbrenner sah Rottenberger die Kugel zu spät und machte trotz des nassen Bodens keine gute Figur. Chancenlos war der TSV-Goalie nur wenige Minuten später, als Hartmann per Heber sein zweites Tor markierte – schon wieder musste unsere Elf einen Doppelschlag hinnehmen. Noch dicker kam es nur Augenblicke später. Soeben hatte Dominik Schönhöfer Tobias Geis für Philipp Müller gebracht und somit das Signal zur Schlussoffensive, die Viererkette wurde zur Dreierkette umgebaut. Diese aber verwandelte sich sofort darauf in ein Abwehrduo, als Johannes Kanz nach einem Foul im Mittelfeld seine zweite gelbe Karte sah. Eine äußerst fragwürdige Entscheidung des ansonsten guten Schiedsrichters Matthias Rehm, der Kanz für jedes seiner beiden Fouls in der Partie einen Karton vor die Nase hielt. Der TSV suchte dennoch weiter das Heil in der Offensive und wurde nach einem Ballverlust von Ahmet Coprak mit dem vierten Gegentreffer bestraft.

Fazit und Ausblick:

Eine bittere Niederlage, die der TSV aber schnell abhaken sollte. Die Leistung war keineswegs eine schlechte. Kommenden Sonntag steht nun mit der Partie gegen den TSV Güntersleben (14 Uhr) bereits das erste Rückspiel der Runde an. Im Hinspiel siegte unsere Elf auswärts mit 4:2.

Team und Tore:
TSV:
Rottenberger – Coprak (86. Fiedler), Krell, Kanz, P. Müller (80. Geis) – Kiros, S. Halupczok, H. Schmitt, Markart – Göller, Snaschel.
Tore: 0:1 Hartmann (7.), 1:1 Coprak (37.), 1:2 Enzbrenner (68.), 1:3 Hartmann (78.), 1:4 Schmitt (85.).
Gelb-rote Karte: Kanz (Münnerstadt/81.).