Der TSV Münnerstadt bleibt vor heimischem Publikum eine Macht. Gegen den TSV Röthlein feierte unsere Mannschaft den vierten Heimsieg am Stück. Beim 3:1-Erfolg verpasste die Schönhöfer-Elf durch viele ausgelassene Hochkaräter einen deutlicheren Erfolg.

Ausgangslage:
Nach dem starken Spiel gegen Fuchsstadt (4:2) sowie der enttäuschenden Vorstellung beim 0:2 in Gochsheim wollte unsere Mannschaft gegen den Verfolger aus Röthlein wieder sein Heim-Gesicht zeigen. Die Gäste kamen mit einem 2:1 gegen Obererthal und nur einem Zähler Rückstand auf unsere Elf im Gepäck ans Kleinfeldlein.

Personalien:
Nach sieben Spielen Verletzungspause stand Sebastian Halupczok wieder in der Startelf. In der Viererkette ersetzte Ahmet Coprak den erkrankten Philipp Müller als Rechtsverteidiger, Julian Göller begann für René Beck als zweite Spitze.

Zum Spiel:
Von der ersten Sekunde an versuchte unsere Elf, es deutlich besser zu machen als beim lethargischen 0:2 in Gochsheim vor Wochenfrist. Heraus kam eine der besten Halbzeiten, die die „Nägelsieder“ in der bisherigen Runde gezeigt haben. Der TSV schob stark zu, presste den Gegner in dessen Hälfte und kombinierte selbst höchst ansehnlich. So dauerte es logischerweise auch nicht lange, bis die blau-weiße Fangemeinde erstmals jubeln durfte. Nach einem Angriff durch die Röthleiner Abwehrmitte kam die Kugel über Rückkehrer Sebastian Halupczok zu Julian Göller, dessen ersten Versuch Gästekeeper Andreas Rückert noch parieren konnte. Gegen das Nachsetzen des 18-Jährigen Sommer-Zugangs aber war Rückert machtlos. Der TSV behielt auch weiterhin das Kommando. Den Gästen fiel mit Ausnahme einiger langer Bälle absolut nichts ein, auch weil die entscheidenden Zweikämpfe stets an unsere Elf ging, die Mürschter einfach immer einen Schritt schneller waren. Auch Halupczok war so nach einer guten Viertelstunde nur durch ein Foulspiel zu stellen. Den fälligen Freistoß drosch Simon Snaschel aus 25 Metern zum 2:0 für unsere Elf in die Maschen. Im Anschluss zeichnete sich bereits ab, was später zu einem Dauerthema werden sollte – die mangelnde Chancenverwertung. Nach Querpass von Snaschel setzte Göller die Kugel freistehend über den Kasten und traf wenig später nach selbiger Kombination nur den Querbalken. Beim dritten Versuch sollte es dann allerdings klappen. Wieder brachte Snaschel die Kugel in die Mitte, diesmal drückte Göller zum 3:0 ein, wenngleich auch ein Röthleiner Abwehrbein einen großen Teil zum Treffer beitrug. Kurz vor der Pause traf Snaschel auf Vorlage von Henok Kiros die Kugel nicht sauber und versäumte den vierten Treffer der Heimelf. Auch nach Wiederanpfiff beherrschte der TSV das Geschehen, wenngleich die Gäste nun etwas aktiver wurden und ihrerseits zu einigen Chancen kamen, wenngleich der Kasten von Florian Rottenberger nicht wirklich in brenzlige Situation geriet. Zu sicher agierte die Viererkette um Christoph Krell und Johannes Kanz. Vorne hatte die Schönhöfer-Elf die Lust aufs Toreschießen scheinbar in der Kabine vergessen. Göller schob die Kugel freistehend neben das Tor, auch Niklas Markart ließ eine dicke Möglichkeit liegen. Die Krönung des ganzen leistete sich in der Schlussphase Snaschel, der alleine vor dem Kasten den besser postierten Markart zu eigensinnig übersah und mit seinem Abschluss an einem Röthleiner Verteidiger auf der Torlinie scheiterte. Zuvor hatten die Gäste bereits ihren Ehrentreffer erzielen können, mit einem schönen Schlenzer in den Torwinkel ließ Andreas Schubert Rottenberger keine Chance.

Fazit und Ausblick:
Eine tolle erste Hälfte, eine zu leichtfertige zweite. Dennoch bleibt der Sieg freilich hochverdient und die richtige Reaktion auf die Pleite in Gochsheim. Kommenden Sonntag muss der TSV im Spitzenspiel bei der DJK Schwebenried nun endlich auch wieder auf fremdem Platz überzeugen. Achtung, Anstoß ist ab sofort bereits um 14 Uhr.

Team und Tore:
TSV: Rottenberger – Coprak, Krell, Kanz, D. Mangold – Kiros, H. Schmitt, S. Halupczok, Markart – Göller (80. Beck), Snaschel.
Tore: 1:0 Göller (12.), 2:0 Snaschel (16.), 3:0 Göller (35.), 3:1 Schubert (67.).

Anmerkung:die Szene zum 3:0 wurde von keinem Beobachter wirklich klar gesehen. Wir verlassen uns deshalb auf die Einschätzung von Günter Scheuring, der Julian Göller als Torschützen verkündete.