TSV Münnerstadt – FC Fuchsstadt 4:2 (2:1)

Was für ein Spiel! Im bislang besten Match dieser Runde setzte unser TSV sich letztlich etwas glücklich gegen einen herausragender Gegner durch. Die Partie hatte eigentlich keinen Verlierer verdient, doch unsere Elf war an diesem Tag einfach die cleverere Truppe.

Ausgangslage:
Die Füchse kamen mit der Empfehlung des 3:2-Erfolges über Obererthal ans Kleinfeldlein und sorgten auswärts bislang ohnehin meist für Furore. Unser TSV wollte an die zweite Hälfte aus dem Riedenberg anknüpfen.

Personalien:
Nach zwei Spielen Sperre stand in der Innenverteidigung das Comeback von Christoph Krell statt, für ihn rückte Philipp Müller vom Zentrum auf die rechte Abwehrseite. Dominik Fiedler startete dafür eine Position weiter vorne, während Julian Göller zunächst von der Bank aus zusehen musste.

Zum Spiel:
Von der ersten Sekunde an entwickelte sich ein Bezirksliga-Spiel auf allerhöchstem Niveau. Unser TSV begann keineswegs schlecht, war gegen die überragend agierenden Füchse aber dennoch meist nur zweiter Sieger. Die Mannschaft von Marius Kubo zog ein ganz starkes Kurzpassspiel auf und sorgte über die Eckpfeiler Harald Bayer, Simon Bolz und Sturmführer Johannes Feser ständig für Gefahr. Nach einigen wenigen Halbchancen auf beiden Seiten gingen die Füchse in der 23. Spielminute verdientermaßen in Führung. Nach Maßflanke von Bayer bugsierte Simon Bolz die Kugel volley und unhaltbar für Florian Rottenberger zum 0:1 in die Maschen. Auch in der Folge blieben die Kohlenbergler die bessere von zwei guten Mannschaften. Doch Feser und Bayer ließen die Möglichkeiten zum zweiten Treffer liegen. Effektiver zeigte sich da glücklicherweise unser TSV. Mit einem Doppelschlag vor dem Wechsel stellte die Schönhöfer-Elf den Spielverlauf fast schon auf den Kopf. Zunächst spielte Fuchsstadts Patrick Stöth in der eigenen Hälfte einen folgenschweren Querpass, eröffnete er somit doch die Bühne für den großen Auftritt von René Beck. Der nämlich erlief sich die Kugel, schüttelte einen Verfolger ab und hob die Kugel aus dem Fußgelenk heraus über den herausstürzenden Fuchsstädter Keeper Marc Rösler hinweg in die Maschen. Dieser stand nur eine Minute später schon wieder unfreiwillig im Mittelpunkt. Nach Anspiel von Ahmet Coprak auf Simon Snaschel waren der Keeper und seine Verteidiger sich uneins, was Snaschel mit dem 2:1 eiskalt bestrafte. Zur Pause eine glückliche Führung, hatten die Füchse doch die aus Sicht ihres Trainers „beste erste Halbzeit seit ich hier bin“ gespielt. Nach dem Wechsel kam unsere Mannschaft beflügelt durch den Doppelschlag noch besser ins Spiel, die Kontrahenten begegneten sich nun auf Augenhöhe. Offensiv gefährlicher blieben anfangs aber die Gäste. Folgerichtig auch der verdiente Ausgleichstreffer. Einen Schuss aus kurzer Distanz konnte Rottenberger mit einem starken Reflex zwar noch abwehren, gegen den Abstauber von Simon Bolz war er jedoch machtlos. Die letzte halbe Stunde des Matches entwickelte sich dann zu einem offenen Schlagabtausch auf höchstem Niveau. Zunächst vergab Snaschel die dicke Chance zur erneuten Führung, als sein Heber zwar über Rösler hinweg, jedoch auch um Haaresbreite am Kasten vorbeisegelte. Auch ein Distanzschuss des eingewechselten Julian Göller verfehlte sein Ziel nur knapp. Die Füchse mussten ihrem hohen Tempo nun doch etwas Tribut zollen, was unserer Elf Räume zum Kontern eröffnete. Auf Anspiel von Hansi Schmitt war erneut Simon Snaschel auf und davon, der die Kugel durch die Hosenträger von Rösler zum 3:2 ins Netz legte. Fuchsstadt warf nun alles nach vorne, wurde Minuten später aber kalt erwischt – und wie. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld nahm Göller aus gut und gerne 25 Metern Maß und nagelte das Spielgerät unhaltbar in die Maschen. Für den aus Großbardorf gekommenen Göller war es endlich der ersehnte erste Treffer im blau-weißen Trikot. Dieser erneute Doppelschlag zog den Füchsen endgültig den Zahn. Der TSV spielte die Partie bis zum Ende souverän herunter und durfte somit einen etwas glücklichen, aber nicht komplett unverdienter Dreier bejubeln.

Fazit und Ausblick:
Ein tolles Spiel zweier richtig starker Mannschaften, in dem der TSV mit einem Schuss Glück das bessere Ende für sich hatte. Besonders zur Pause hätte man sich über einen Rückstand nicht beschweren dürfen. An die tolle Leistung soll nun am Sonntag angeknüpft werden, wenn der Nägelsieder-Tross um 15 Uhr beim TSV Gochsheim gastiert.

Team und Tore:
TSV:
Rottenberger – P. Müller, Krell, Kanz, D. Mangold – Fiedler (60. Kiros), H. Schmitt, Markart, Coprak – Beck (46. Göller), Snaschel (89. Kersten).
Tore: 1:0 Bolz (23.), 1:1 Beck (43.), 2:1 Snaschel (44.), 2:2 Bolz (58.), 3:2 Snaschel (78.), 4:2 Göller (81.).