SV Riedenberg – TSV Münnerstadt 3:1 (3:0)

Die 1:3-Niederlage unserer Mannschaft beim Landkreis-Rivalen war geprägt von zwei grundverschiedenen Halbzeiten. Während die erste Hälfte unter dem Motto „Pleiten, Pech und Pannen“ stand, reichte es nach dem Wechsel trotz eines wahren Sturmlaufes nur zum Anschlusstreffer.

Ausgangslage:
Der Aufsteiger aus Riedenberg hatte mit vier Siegen in Serie einen tollen Lauf hingelegt und rangierte nur zwei Zähler hinter unserer Elf auf Rang Fünf. Der TSV konnte sich zuletzt zwar zu Hause gegen Rödelmaier mit 2:1 durchsetzen, wartet auswärts aber seit dem 15. August auf einen Dreier.

Personalien:
Mit Henok Kiros meldete sich kurzfristig eine weitere Offensiv-Alternative ab, sodass Dominik Schönhöfer den angeschlagenen René Beck von Beginn an bringen musste. Für den verletzten Michael Halupczok (Zerrung) rückte der zuletzt erkrankte Denny Mangold auf die Linksverteidiger-Position.

Zum Spiel:
Die Anfangsphase war doch von gegenseitigem Respekt geprägt. „Wir wollten den konterstarken Riedenbergern nicht ins offene Messer laufen“, erklärte Schönhöfer die vorsichtige Gangart, der zum Trotz unsere Elf spielerisch die Initiative ergriff. Die Rhöner standen tief und verlegten sich zumeist auf lange Bälle auf ihre schnelle Offensive. Da die grün-weißen Defensiv jedoch hervorragend standen, plätscherte die erste Viertelstunde ohne nennenswerte Höhepunkte hinweg – hätte nicht der Hund eines Zuschauers dieses gute fünf Minuten zum Narren gehalten und für eine äußerst ungewöhnliche Spielunterbrechung gesorgt. Nach dieser ging es ausgesprochen kurios weiter. Ein solches Gegentor wie das zum 1:0 von Markus Rüttiger hatte TSV-Goalie Florian Rottenberger wohl noch nie kassiert. Im Mittelfeld setzte Hansi Schmitt zum langen Ball an, in welchen Rüttiger der Fuß hielt. Der Abpraller nahm eine unglaubliche Flugkurve und landete hinter Rottenberger, der noch alles versuchte um die Kugel zu stoppen, im Münnerstädter Netz. Davon scheinbar geschockt klingelte es nur zwei Minuten später schon wieder. Nach einem langen Ball zeigte Rüttiger nun, dass er es auch gewollt kann und überlupfte Rottenberger sehenswert zum 0:2 aus Mürschter Sicht. Es folgte die beste Phase unserer Elf vor der Pause. Zunächst prallte ein Freistoß von Niklas Markart an die Latte, ehe Simon Snaschel gleich zwei Mal an Riedenbergs Keeper Florian Dorn scheiterte. Statt mit einem durchaus möglichen 1:2 sollte es jedoch mit 0:3 in die Kabine gehen. Ausgerechnet Geburtstagskind Johannes Kanz unterlief ein zu ungenauer Seitenwechsel, welcher zum gefundenen Fressen für die rasch ausschwärmenden Hausherren wurde. Über zwei Stationen drang Dominik Fröhlich von halblinks in den Strafraum ein und nagelte die Murmel traumhaft ins rechte Kreuzeck. Mit hängenden Köpfen schlichen unsere Jungs unter dem Jubel der grün-weißen Fangemeinde in die Kabine, kamen aus dieser jedoch mit wilder Entschlossenheit zurück. Es entwickelte sich nun ein Spiel auf ein Tor, in dem unser TSV jedoch neben SV-Goalie Dorn an der eigenen Chancenverwertung verzweifelte. Den Anfang machte Snaschel, der nach Kopfball-Ablage von Beck ein drittes Mal in Dorn seinen Meister fand. Auch Julian Göller hatte nicht mehr Glück, ehe Ahmet Coprak auf Kopfball-Vorlage von Snaschel den ersehnten Anschlusstreffer erzielte. In der Folge rollte zwar Angriff auf Angriff auf den Riedenberger Kasten zu, doch wirklich brenzlig wurde es nur noch, als René Beck die Kugel an den Außenpfosten setzte. Die ganz großen Chancen blieben sonst trotz drückender Überlegenheit aus. Unter den Tisch fallen sollen derweil auch die gefährlichen Riedenberger Konter gegen die weit aufgerückte Defensive freilich nicht, wenngleich sie doch die Seltenheit blieben.

Fazit und Ausblick:
Eine bittere und vermeidbare Niederlage, durch welche die Riedenberger unseren TSV als bestplatziertes Landkreis-Team vorerst ablösen. Am kommenden Sonntag wartet schon der nächste Bad Kissinger Vertreter, am Kleinfeldlein kommt es zum Duell mit dem FC Fuchsstadt.

Team und Tore:
TSV:
Rottenberger – Fiedler, P. Müller, Kanz, D. Mangold (84. Geis) – Coprak, H. Schmitt, Markart (89. J. Schmitt), Beck – Snaschel, Göller.
Tore: 1:0/2:0 Rüttiger (22./24.), 3:0 Fröhlich (45.), 3:1 Coprak (57.).