TSV Münnerstadt – FC Strahlungen 4:0 (1:0)

Was für ein Tag, was für ein Spiel, was für ein Sieg! Vor über 500 zahlenden Zuschauern hat unser TSV das Derby gegen den FC Strahlungen mit 4:0 für sich entschieden und feierte damit den dritten Sieg im dritten Saisonspiel. Die Schönhöfer-Elf siegte verdient, wenn auch um ein oder zwei Tore zu hoch.

Ausgangslage:
Beide Mannschaften waren hervorragend in die Runde gekommen, die Strahlunger siegten zum Auftakt mit 7:0 gegen Obererthal. Als Bezirksoberliga-Absteiger gingen unsere Nachbarn nicht nur als leichter Favorit in die Partie, sondern auch als Mitfavorit um die vorderen Plätze in die Saison.

Personalien:
Dominik Schönhöfer musste auf Florian Kersten verzichten, zog dafür Ahmet Coprak vom Mittelfeld zurück auf die Rechtsverteidiger-Position. Dafür rückte der wiedergenesene Niklas Markart in die Startelf.

Zum Spiel:
Mit zehnminütiger Verspätung pfiff Schiedsrichter Max Burlein das Derby an, da zu viele Zuschauer die lange Schlange am Kleinfeldlein noch nicht passiert hatten. Als es dann aber doch losging, gab es auf dem Platz keine Wartezeiten. Keine fünf Minuten waren vorüber, als Simon Snaschel sich einen ungenau gespielten Querpass der Strahlunger Viererkette erlief, und auf dem Weg zum Tor von Christoph Leicht gelegt wurde. „Wenn der Schiri Foul pfeift, muss er mir auch Rot zeigen“, meinte Leicht selbst nach der Partie, während der Unparteiische es allerdings beim gelben Karton gegen den Strahlunger Abwehrchef beließ. Sollte der TSV noch einen letzten Anschub gebraucht haben, war er mit dieser Szene da. Die „Nägelsieder“ hatten nun alles im Griff und kombinierten sich eine Tormöglichkeiten nach der nächsten hinaus. Zwei Mal kam Snaschel einen Schritt zu spät, ehe er nach gut 20 Minuten Niklas Markart in Szene setzte und der Neuzugang seinen ersten Pflichtspieltreffer im blau-weißen Trikot erzielte. Die Strahlunger versuchten es häufig mit hohen Bällen auf die Außenbahn und strahlten besonders bei Standardsituationen Gefahr aus. TSV-Keeper Florian Rottenberger, der ohnehin einen Glanztag erwischt haben sollte, hielt kurz vor dem Wechsel überragend gegen FC-Spielführer Marco Nöth. Schon zuvor lag die Kugel nach einem Kopfball von Erik Hach im Netz, der Schiedsrichter hatte allerdings zu Recht auf Abseits entschieden. Auf der anderen Seite hatte Snaschel kurz vor der Pause die Riesenchance zum 2:0, als er nach Steilpass von Sebastian Halupczok frei vor FC-Keeper Nico Hein scheiterte. Mit dem verdienten Vorsprung ging es in die Kabine, in welcher es jedoch einen dicken Wermutstropfen zu betrauern gab. Niklas Müller hatte sich im Verlauf der ersten Halbzeit verletzt. Der 22-Jährige brach sich das Wadenbein und wurde bereits operiert. Die besten Wünsche auch noch einmal von dieser Stelle. Nach Wiederanpfiff erhöhte der Gast die Schlagzahl, Spielertrainer Jürgen Hein hatte sich nun auch selbst eingewechselt. Die ersten Gelegenheiten im zweiten Abschnitt hatten so auch die Strahlunger, die jedoch immer wieder an Florian Rottenberger verzweifeln sollten. Nach gut einer Stunde bog der TSV endgültig auf die Siegerstraße ein. Nach einer Freistoßflanke von Halupczok verlängerte Henok Kiros die Kugel zu Hans-Christian Schmitt, der das Spielgerät aus zwölf Metern Volley in die Maschen drosch. Strahlungen erhöhte als Reaktion darauf noch einmal das Tempo, die Münnerstädter Deckung stand bis auf wenige Ausnahmen jedoch sicher. Glück hatte man im blau-weißen Lager, als Christoph Krell als letzter Mann Jürgen Hein stoppte, jedoch wie schon Leicht im ersten Durchgang mit Gelb davonkam. Die beste Strahlunger Möglichkeit vergab Tim Krais, der aus 16 Metern mit seinem Flachschuss an Rottenberger scheiterte. Der TSV verlegte sich nun erfolgreich aufs Kontern. In der 83. Minute war der bärenstark agierende Markart auf der rechten Außenbahn enteilt und legte klug in den Rücken der Abwehr auf Henok Kiros – 3:0, der Jubel in Blau-Weiß kannte nun kaum mehr grenzen. Noch besser wurde die Stimmung, als Rottenberger auch noch einen Foulelfmeter von Marco Nöth parierte. Passend für diesen aus TSV-Sicht perfekten Samstag auch der Schlussakt. Nach einem erneuten Konter war Snaschel frei durch und wurde von FC-Coach Hein im Strafraum gelegt. Diesmal zückte der Unparteiische direkt Rot, wobei es zu diesem Zeitpunkt für den bereits verwarnten Hein auf die Ampelkarte getan hätte. Sebastian Halupczok war es egal, mit dem Schlusspfiff verwandelte er den fälligen Elfmeter zum 4:0-Endstand.

Fazit und Ausblick:
Rekordkulisse, Derby – 4:0. Mehr braucht man zu diesem Tag kaum sagen. Am Mittwoch geht es für den Spitzenreiter (!) vom Kleinfeldlein weiter, um 18.30 Uhr gastiert der TSV bei Aufsteiger VfL Euerbach.

Team und Tore:
TSV:
Rottenberger – Coprak, Krell, Kanz, D. Mangold – Markart (85. Fiedler), S. Halupczok, H. Schmitt, N. Müller (20. L. Müller) – Beck (46. Kiros), Snaschel.
Tore: 1:0 Markart (22.), 2:0 H. Schmitt (54.), 3:0 Kiros (83.), 4:0 S. Halupczok (Foulelfmeter/90.).
Besonderes Vorkommnis: Rottenberger hält Foulelfmeter von Nöth (85.).
Rote Karte: Hein (Strahlungen/Notbremse/90.).