SV Rot-Weiß Obererthal - TSV Münnerstadt 2:3 (1:2)

Am Ende musste man zwar noch einmal richtig zittern, was nach etlichen Möglichkeiten zur Entscheidung vollkommen unnötig war, doch auch bei RWO behielt unser TSV die Oberhand und klettert damit mindestens bis Samstag an die Tabellenspitze der Bezirksliga.

Ausgangslage:
Der Saisonstart hätte für die Kontrahenten nicht unterschiedlicher verlaufen können. Während unsere Elf in Güntersleben mit 4:2 siegte gerieten die Obererthaler in Strahlungen mit 0:7 unter die Räder. Zudem war mit den Rot-Weißen eine gehörige Rechnung zu begleichen, im Vorjahr unterlag der TSV am Michaelsweg mit 1:5.

Personalien:
Mit einer Ausnahme – René Beck startete für den angeschlagenen Henok Kiros – vertraute Dominik Schönhöfer der siegreichen Elf vom Wochenende.

Zum Spiel:
Der TSV wollte von der ersten Minute an an die Partie vom Sonntag anknüpfen und versuchte die Heimelf auf deren kleinen Platz tief in die eigene Hälfte zu binden. Folglich agierten die Obererthaler meist mit langen Bällen von Libero Lukas Heid, was sich über die gesamten 90 Minuten nicht ändern sollten. Dennoch war es das rot-weiße Fanlager, welches als ersten jubeln durfte. Keine zehn Minuten waren gespielt, als Benedikt Brust seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Florian Rottenberger mit einem direkten Eckball ins kurze Eck überraschte. Doch wie schon in Güntersleben ließ unsere Mannschaft sich davon nicht beeindrucken. Nur wenig später segelte ein Freistoß von Sebastian Halupczok durch den Strafraum und wurde von Simon Snaschel in Richtung Tor gedrückt, auf fast schon kuriose Weise jedoch sprang die Kugel zunächst an die Latte, anschließend an den Pfosten und von dort aus dem Gehäuse. Dennoch ein gehöriger Warnschuss, welchem nur wenige Augenblicke später auch Zählbares folgen sollte. Snaschel schickte den abermals starken Niklas Müller in die Gasse, dessen Querpass musste der aufgerückte Innenverteidiger Johannes Kanz nur noch zu seinem ersten Treffer im neuen Trikot über die Linie drücken. Der Jubel war kaum verhallt, da kopierten unsere „Nägelsieder“ diesen erfolgreichen Angriff. Diesmal schickte Halupczok Müller, diesmal musste Snaschel  nur mehr den Schlappen hinhalten – 2:1, erneut hatte unsere Mannschaft eine Partie binnen kurzer Zeit gedreht. Noch vor dem Wechsel schepperte es um ein Haar erneut, doch diesmal traf Halupczok aus dem Hintergrund nur den Pfosten. Mit einem für die Heimelf schmeichelhaften 2:1-Vorsprung für unsere Farben ging es in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff drängten die SVler etwas mehr, wenngleich weiterhin lediglich lange Bälle im Repertoire waren. Problematisch war nun eher, dass der TSV sich einmal ebenfalls auf hohe Pässe verlagerte und zudem in der Chancenverwertung schluderte. René Beck ließ nach starker Einzelaktion die ganz dicke Möglichkeit zum dritten Treffer liegen. Dennoch durfte man nach einer guten Stunde erneut jubeln. Auf Anspiel von Sebastian Halupczok ließ Snaschel den Obererthaler Libero stehen und schoss mit links zum vorentscheidenden 3:1 ein. Vorentscheidend? Denkste! RWO warf nun noch einmal alles nach vorne und kam heran, als Christoph Krell im eigenen Strafraum zu ungeschickt zu Werke ging. Lukas Heid verlud Rottenberger zum Anschlusstreffer. In der Schlussphase musste man so freilich noch einmal zittern, Flanke um Flanke segelte vor den blau-weißen Kasten, wenngleich die Hausherren wenig Gefahr versprühten.

Fazit und Ausblick:
Ein verdienter Dreier, wenngleich man am Ende unnötigerweise gehörig Zittern musste. Zeit darüber Nachzudenken bleibt freilich keine, steht doch schon am Samstag (16 Uhr) das „Spiel des Jahres“ gegen den FC Strahlungen an.

Team und Tore:             
TSV:
Rottenberger – Kersten, Krell, Kanz, D. Mangold – Coprak, H. Schmitt, S. Halupczok, N. Müller – Beck (58. Markart), Snaschel (89. K. Mangold).
Tore:  1:0 Brust (8.), 1:1 Kanz (22.), 1:2/1:3 Snaschel (27./61.), 2:3 Heid (Foulelfmeter/76.).
Gelb-rote Karte: Fabian Böhm (Obererthal/83.).