TSV Güntersleben – TSV Münnerstadt 2:4 (1:2)

Vor der Partie hätte Trainer Dominik Schönhöfer einen Punktgewinn ob der Personalsituation sofort unterschrieben. „Jetzt bin ich natürlich umso glücklicher“, meinte ein zufriedener Trainer nach einer tollen Partie seiner Elf, die bei den Rot-Weißen über nahezu das gesamte Spiel tonangebend war und die drei Auftaktpunkte verdientermaßen einfuhr. Ausgangslage:
Die zahlreichen Verletzten durften in den Köpfen keinerlei Rolle spielen, der TSV musste von Beginn an alles daran legen, einen Horrorstart wie in der Vorsaison (1:5 in Obererthal) zu vermeiden. Was in Güntersleben auf die „Nägelsieder“ zukam, wusste man freilich nicht wirklich, wurde der Gegner doch frisch in die Oststaffel der Bezirksliga umgruppiert.

Personalien:
Zur Verletztenliste erübrigt sich jedes weitere Wort. Dominik Schönhöfer brachte auf der rechten Defensivseite Florian Kersten, mit der Umstellung von Niklas Müller ins linke Mittelfeld gelang ihm ein Glücksgriff. René Beck und Niklas Markart mussten mit muskulären Problemen kurzfristig passen, dafür begannen Sebastian Halupczok im Mittelfeld und Henok Kiros im Angriff.

Zum Spiel:
Keine Mannschaft ließ sich auf ein großes Abtasten ein, beide gingen mit vollem Engagement in die Partie. Dabei war früh zu erkennen, wie taktisch geschickt unsere Mannschaft verschob und die Heimelf somit zu zahlreichen langen Bällen in die Sturmspitze zwang. Adressaten waren zumeist Spielgestalter Alexander Priesnitz sowie Sturmführer Wolfgang Stütz, die gegen die von Christoph Krell und Johannes Kanz hervorragend organisierte Defensive jedoch einen schweren Stand hatten. Unsere Blau-Weißen schafften es dagegen schon früh, auch spielerisch Akzente zu setzen. Die erste dicke Möglichkeit bot sich Simon Snaschel, dessen Kopfball nach einer Maßflanke von Niklas Müller allerdings zu ungenau gesetzt war. Der TSV wurde mit den gelungenen Offensivaktionen mutiger, lief den Gastgebern nach einer runden halben Stunde aber ins offene Messer. Nach einem raschen Diagonalball ging Stütz im Strafraum ins Dribbling und wurde von Kanz elfmeterreif gelegt. Der Gefoulte selbst ließ sich die Chance nicht nehmen, wenngleich der erneut sicher auftretende Neuzugang Florian Rottenberger die Ecke geahnt hatte. Hätte dieser Rückschlag den TSV vor einiger Zeit noch komplett aus der Bahn geworfen, ließ man sich diesmal kaum beeinträchtigen. Nur fünf Minuten nach dem Rückstand servierte Sebastian Halupczok einen Eckball, auf den Kopf von Snaschel, der ins lange Eck zum Ausgleich einköpfte. Doch damit nicht genug. Noch vor der Pause fand eine weitere Halupczok-Ecke erneut Snaschel, dessen Kopfball ans Quergebälk prallte. Müller schaltete am schnellsten und bugsierte den Abpraller in die Maschen – mit einer verdienten 2:1-Führung für unsere Mannschaft ging es in die Kabine. Aus dieser kamen die Schönhöfer-Mannen einen Hauch zu lethargisch. Zwar hatte man weiterhin das Spiel im Griff, versäumte es nun allerdings, schnell in die Spitze zu spielen. Wenngleich man sagen muss, dass auch die Gastgeber kaum erwähnenswertes zu Stande brachten. Umso überraschender so auch der Ausgleich durch Priesnitz. Florian Kersten und Ahmet Coprak konnten in Co-Produktion eine Flanke vom linken Flügel nicht verhindern, die Hereingabe passierte Freund und Feind ehe der Spielmacher am langen Eck den Schlappen hinhielt. Es folgte die wohl spielentscheidende Szene. Hätte man nun mit drückenden Gastgebern rechnen können, schaffte unsere Mannschaft die postwendende Antwort. Nach Anspiel von Halupczok wühlte sich Niklas Müller im Strafraum durch und hob die Kugel gegen drei Gegenspieler in Gerd-Müller-Manier zur erneuten Führung in die Maschen. Von diesem Rückschlag sollte die Heimelf sich nicht mehr erholen, erst recht nicht, als ihr Spielmacher Priesnitz zehn Minuten darauf wegen Reklamierens vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. In der Schlussphase rückten die Günterslebener doch deutlich auf, was unserer Mannschaft Raum zum Kontern bot. Nach Steilpass von Hans-Christian Schmitt machte Snaschel eine Viertelstunde vor Ultimo per Linksschuss den Deckel auf die Partie. Güntersleben drückte nun noch einmal, doch die blau-weiße Deckung verteidigte bis zum Schluss makellos. So war unsere Elf dem fünften Treffer letztlich gar näher, Snaschel oder der eingewechselte Kevin Mangold ließen die ein oder andere Kontermöglichkeit liegen.

Fazit und Ausblick:
Ein toller Auftakt, nach welchem kaum Zeit zur Freude bleibt. Bereits am Mittwoch (18.30 Uhr) muss der TSV das schwierige Auswärtsspiel beim SV Obererthal bestreiten, kassierte dort im Vorjahr ein 1:5. Die Obererthaler haben zudem einiges gutzumachen, gerieten schließlich zum Start in Strahlungen deutlich mit 0:7 unter die Räder.

Team und Tore:                                   
TSV: Rottenberger – Kersten(70. L. Müller), Krell, Kanz, D. Mangold – Coprak, H. Schmitt, S. Halupczok, N. Müller – Snaschel (88. Schönhöfer), Kiros (80. K. Mangold).
Tore: 1:0 Wolfgang Stütz (26./Foulelfmeter), 1:1 Simon Snaschel (31.), 1:2 Niklas Müller (41.), 2:2 Alexander Priesnitz (57.), 2:3 Niklas Müller (61.), 2:4 Simon Snaschel (74.).
Gelb-rote Karte:  Alexander Priesnitz (72./Güntersleben).